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Lernspiele für Kinder

Zusammenfassung: Lernspiele für Kinder sind seit jeher gefragt. Doch was bringen die Lernspiele eigentlich? Sind sie wirklich so wichtig und welche verschiedenen Spiele gibt es? In unserem umfassenden Ratgeber finden Sie Antworten auf diese und viele weitere Fragen.

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Der Sinn von Lernspielen

Über Sinn und Unsinn einiger Spiele lässt sich trefflich streiten. Die Definition von Lernspielen liegt darin, dass Kinder im Rahmen einer spielerischen Handlung etwas lernen. Im Gegensatz zum sturen Pauken von Wissen sollen Lernspiele das Rechnen oder aber andere Fertigkeiten impliziert vermitteln.

Es gibt keinen Test, in welchem die Kinder ihr Wissen beweisen müssen. Vielmehr besteht der Sinn darin, dass die Kleinen auf didaktische Weise gewisse Fertigkeiten entwickeln. So bleibt es den Kindern selbst überlassen, wie sie etwas erlernen. Dies geschieht unterbewusst, ohne dass die Kinder sich aktiv darum bemühen müssen.

Egal ob Lernspiele für Kleinkinder oder Lernspiele für Schulanfänger, per Definition lassen sich normale Spiele nur schwer von einigen Lernspielen trennen. Dies ist gerade deshalb der Fall, weil es bei so gut wie jedem Spiel Regeln gibt, die die Kinder zunächst verinnerlichen müssen.

Erst wenn die Strukturen klar sind, kann das spielerische Lernen beginnen. Selbst bei weniger wertvollen Spielen, die für Kleinkinder unbekannt sind, lernen Sie etwas Neues. Es gibt daher kaum Spiele, die gänzlich unnütz sind. Allerdings existieren einige Lernspiele für Kinder, die mehr Wissen und neue Fähigkeiten vermitteln, als andere Spiele.

Wenn Kinder spielend lernen

Digitale Lernspiele und klassische Spielideen

Moderne Konzepte und klassische Spiele müssen sich nicht ausschließen. Nahezu jedes ältere Spiel bietet den Kindern einen enormen Lerneffekt. Oft richten moderne Lernspiele den Fokus auf einen ganz bestimmten Bereich, der gefördert werden soll. Dies ist keineswegs zu beanstanden. Es ist nur wichtig, dass Sie Ihrem Nachwuchs immer wieder neue Herausforderungen stellen.

Um einen optimalen Lerneffekt zu erzielen, ist es besonders wichtig, stetig neue Reize zu setzen. Kennt Ihr Kind das Memory bereits in- und auswendig, so stellt dies kaum noch eine Herausforderung dar. Probieren Sie ein weiteres Lernspiel aus, um Ihr Kind spielerisch zu fördern. Vorschule Spiele online kostenlos Digitale Lernspiele liegen im Trend!

Egal, ob es um Lernspiele in Englisch geht oder ob Ihr Kind zunächst lernen soll, die Uhr zu lesen, die Art des Lernens ist nicht von höchster Relevanz. Viel wichtiger ist es, dass Sie Ihrem Kind die entsprechende Möglichkeit geben, selbst zu lernen.

Achten Sie jedoch stets darauf, dass Sie Ihr Kind nicht überfordern. Sobald Lernspiele zu einem Zwang werden, verfehlen sie ihren eigentlichen Zweck des spielerischen Lernens.

Spiele, die am Computer oder dem Smartphone stattfinden, wie beispielsweise ein Geographiequiz, sind keine Seltenheit mehr. Es gibt darunter sehr gute Lernspiele. Ermöglichen Sie Ihrem Kind jedoch neben dem Zugang zu digitalen Inhalten auch klassische Spielmöglichkeiten. Besonders der Bewegungsdrang der Kleinen sollte gestillt werden.

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Far Cry 6 im Preview: Das Shooter-Game mit Video!

Zusammenfassung: Fast schon ein Jahr ist es her, dass Ubisoft Far Cry 6 enthüllt hat. Seitdem ist es um den Open-World-Ego-Shooter ziemlich ruhig geworden. Abgesehen von einer Release-Verschiebung gab es keine neuen Infos. Nun haben sich die Macher endlich mit einer Präsentation zurückgemeldet und verraten: Wie spielt sich das Ganze eigentlich und wann dürfen wir endlich selbst Hand anlegen?

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Neues zu Far Cry 6

Als Far Cry 6 im Juli 2020 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, sorgte der Open-World-Shooter für ordentlich Furore: Nicht nur, dass sich die Macher von Ubisoft Toronto für ihren Bösewicht Breaking-Bad-Star Giancarlo Esposito sichern konnten. Mit der fiktiven Karibik-Insel Yara, das von einem Bürgerkrieg zwischen Guerillas und dem faschistischen Diktator Anton Castillo zerrissen wird, wagten sich die Macher auch an ein überraschend politisches Setting!

Far Cry 6 spielen: Alle News von Ubisoft

Nur wie sich das Ganze spielen würde, das verrieten die Entwickler mit ihrem auf Hochglanz polierten Render-Trailer nicht. Auf erstes Gameplay mussten wir stattdessen beinahe ein ganzes Jahr warten. Erst jetzt, im Rahmen einer neuen Ubisoft Forward, wurden der Vorhang gelüftet und Spielern ein paar frische Einblicke gewährt – vor allem in die Motivationen und Fähigkeiten eures Protagonisten Dani Rojas.

Video-Trailer

Held oder Heldin?

Den könnt ihr über den Verlauf eures Abenteuers hinweg ganz euren Vorstellungen anpassen. Die erste Entscheidung ist dabei direkt: Wollt ihr lieber einen Helden oder eine Heldin spielen? Wie auch schon in Far Cry 5 habt ihr zu Beginn die Wahl, aus einer männlichen und einer weiblichen Hauptfigur. Dieses Mal soll eure Wahl allerdings auch ein paar größere Auswirkungen haben! Das liegt unter anderem daran, dass euer Charakter nun wieder eine Stimme hat, statt wie im Vorgänger alles schweigend zur Kenntnis zu nehmen. Außerdem wird er in diversen Cutscenes zu sehen sein. Das wertet die Präsentation noch mal merklich auf, wobei wir uns hier und da ein schon bisschen mehr Mienenspiel bei den Figuren gewünscht hätten.

Enormen Einfluss auf das eigentliche Gameplay wird die Wahl eures Geschlechts übrigens nicht haben. Die Welt behandelt euch also nicht anders, egal ob ihr das fiktive Eiland nun als Mann oder Frau erkundet. Ultimative Gleichberechtigung quasi. Auch eure Hintergrundgeschichte und Beweggründe bleiben stets gleich: Dani ist immer ein Aussteiger aus dem Militär, der Yara eigentlich nur zu gerne hinter sich lassen möchte. Aus diesem sehnlichen Wunsch wird allerdings nichts: Ihr werdet stattdessen unfreiwillig in den Konflikt zwischen Guerilla-Truppen und Castillos Armee hineingezogen und zum Held wider Willen auserkoren. Mit der Zeit entdeckt ihr allerdings, dass ihr ein gewisses Naturtalent in Sachen Widerstandskampf habt und geht in eurer neuen Bestimmung geradezu auf. Einziges Ziel ist nun: Yara von seinem faschistischen Anführer befreien! Dass Dani dabei auch eine persönliche Agenda verfolgt und mit Castillo selbst noch ein Hühnchen zu rupfen hat, macht das Ganze nur noch delikater.

PC Spiele und PS: Far Cry 6

Zum Glück müsst ihr das Regime auf Yara nicht alleine stürzen, hinter euch steht noch die besagte Guerillabewegung Libertad. Die umfasst einige Dutzend tapfere Männer und Frauen, von denen wir in der Präsentation zumindest schon mal ein paar zu Gesicht bekamen: Da wären beispielsweise Anführerin Clara Garcia oder Veteran Juan Cortez, der euch wichtige Tipps und Gadgets mit auf den Weg gibt. Noch weitere Gleichgesinnte findet ihr in den auf der Insel verstreuten Guerilla-Camps, in denen ihr unter anderem eine Runde Domino spielen oder euch auf euren nächsten Auftrag vorbereiten könnt.

Freiheit für Yara – und den Spieler

Die Missionsstruktur in Far Cry 6 wird dabei deutlich flexibler ausfallen als in den Vorgängern. Teilweise dürft ihr sogar die eine oder andere Entscheidungen treffen, verrieten uns die Entwickler. "Ich kann natürlich nicht über das Ende selbst reden", erklärte Narrative Director Navid Khavari im Gespräch. "Was ich sagen kann, ist: Ihr könnt die riesige Open World auf eure Art und Weise angehen. Wenn ihr euch entscheidet, euch mehr im Osten oder im Westen aufzuhalten, dann wird die Erzählung dort immer noch funktionieren." Alles in allem soll der neue Serienableger einen noch nie dagewesenen Grad an Freiheit bieten, schließlich könnt ihr hier gleich ein komplettes Land erkunden!

Welche Aufgaben euch dabei erwarten, darüber wollte man uns natürlich noch nichts Konkretes verraten. Was aber wohl schon jetzt klar sein dürfte: Es wird wieder ordentlich geballert! Schließlich seid ihr das Streichholz, das das Pulverfass Yara zum Explodieren bringt. Entsprechend geben euch die Entwickler mehr Macht als jemals zuvor. Far Cry 6 bietet das bis dato größte Arsenal der Seriengeschichte mit insgesamt 49 verschiedenen Schießprügeln, die ihr nach Herzenslust modifizieren könnt. Dazu gehören Klassiker wie etwa die AK-47, die mit verschiedensten Schalldämpfern, Visieren oder anderen Aufsätzen bestückt werden dürfen. Der größte Spaß sind allerdings die selbstgebastelten Knarren.

Do it Yourself!

Far Cry 6 setzt stark auf die sogenannte "Resolver Philosophy". Das heißt im Klartext: Ihr müsst mit dem arbeiten, was ihr zur Verfügung habt, um ultimatives Chaos zu stiften. So bastelt ihr euch im Spielverlauf eben auch lustige Do-it-Yourself-Waffen aus alle dem zusammen, was gerade in der Gegend rumliegt. Das gipfelt in skurrilen Kreationen wie etwa El Pequeño, einer Minigun aus einem Rasenmäher-Motor oder den Discos Locos, mit denen ihr tödliche CDs verschießt.

Release von Far Cry 6

Im bisher gezeigten Material machte dieser Ansatz einen richtig guten Eindruck, die Kämpfe wirkten rasant und actiongeladen: Ihr könnt durch die Gegend schlittern, Fässer hochjagen und Gegner mit dem Messer erledigen. Das schaut hier und da zwar bereits ziemlich blutig aus, Far Cry 6 zeigt den Freiheitskampf in all seiner Erbarmungslosigkeit, Spaß könnte das aber dennoch machen. Besonders, da sich Ubisoft einige spannende Gegnertypen ausgedacht hat, die sich beispielsweise mit mobilen Schilden zur Wehr setzen. Außerdem wurden die nervigen Schadenszahlen, Lebensbalken und Gegnerlevel von Far Cry: New Dawn über Bord geworfen. Einziger Wermutstropfen: Die KI wirkte teilweise noch ein wenig doof. Gegner merken nicht, dass ein Meter neben ihnen ein Kamerad mit dem Wurfmesser massakriert wird, stehen doof in der Gegend rum, statt das Feuer zu eröffnen, oder verfügen über die Treffsicherheit eines Stormtroopers. Die größte Gefahr wird also wohl von ihrer zahlenmäßigen Überlegenheit ausgehen.

Um Castillos Truppen ebenbürtig entgegenzutreten, müsst ihr also selbst zur Ein-Mann-Armee werden. Dafür haben sich die Entwickler von Ubisoft Toronto etwas ganz Besonderes ausgedacht, die sogenannten Supremos. Das sind speziell angefertigte Rucksäcke, die euch mächtige Spezialfähigkeiten verleihen. Mit dem Exterminador habt ihr etwa eine aus Eisenrohren selbstgebaute, mobile Raketenabschussbasis auf dem Rücken. Dazu gesellen sich andere Gadgets – etwa Stimpacks, Wurfmesser und Granaten. Ihr könnt aber auch einfach einen Baseball werfen und damit eure Feinde ablenken.

Auf leisen Sohlen

Far Cry 6 soll nämlich mehr denn je die Möglichkeit bieten, auch etwas subtiler vorzugehen. Ihr müsst nicht immer mit roher Waffengewalt durch die Vordertür brechen, sondern könnt auch an Konfrontation vorbeischleichen, Wachen schmieren und gegnerische Stellungen sabotieren. Stealth oder Action? Eure Entscheidung! Dabei hilft unter anderem das beinahe trivial wirkende Holster-Feature. Ihr könnt eure Waffe nun also auch wegstecken, um keine Aufmerksamkeit auf euch zu ziehen! Zudem verfügen Kleidungsstücke künftig über individuelle Perks, die alle unterschiedliche Spielstile begünstigen.

Far Cry 6 im Test

Auch die Umgebung wartet mit einigen spannenden Möglichkeiten auf: Yara ist etwa durchzogen von sogenannten Guerilla-Pfaden, einem Netzwerk aus versteckten Geheimwegen. Abseits davon gibt es aber noch vieles Anderes zu entdecken. Die Insel soll laut Entwicklern die "ambitionierteste" Spielwelt der Reihe werden, reicher und diverser als die der Vorgänger. Euch erwarten Berge, Dschungel, Strände sowie die Hauptstadt Esperanza, die mit ihrem kubanischen Flair, ihrem Kontrast zwischen Arm und Reich, neu und alt eine ganz eigene Stimmung kreiert – und dabei auch noch richtig chic aussieht!

Besonders die Spiegelungen, Lichteffekte und kleinen Details haben uns richtig gut gefallen. Auch in Sachen Umgebungszerstörung hat man ein paar Trippelschritte nach vorne gemacht. Bäume können nun etwa durch eine Explosion zum Einsturz gebracht werden. Gleichzeitig muss man aber auch sagen: Revolutionär wirkt das alles nicht. Wie auch schon Assassin's Creed: Valhalla merkt man Far Cry 6 seine Cross-Gen-Natur an. Dadurch, dass das Spiel auch auf alten Konsolen laufen muss, kommen die Vorzüge von PS5 und Xbox Series X nicht so richtig zur Geltung. NPCs, die nicht sonderlich relevant für die Geschichte sind, schauen beispielsweise ziemlich generisch aus. Hier und da erscheint der Titel noch etwas leb- und lieblos.

Typische Ubisoft Open World?

In Sachen Nebenaufgaben erwarten euch etwa Checkpoints, Flak-Kanonen und die an die Außenposten angelehnten FND Bases, die Straßen oder Luftraum kontrollieren und natürlich auf eigene Faust zerstört werden müssen. Das klingt schon wieder ein wenig nach dem Ubisoft-typischen Abklappern der Open-World-Aufgabenliste. Immerhin: Ihr habt nun die Möglichkeit, diese Stützpunkte mit eurem Auto platt zu machen. Far Cry 6 stellt euch nämlich eine Auswahl an "Guerilla Rides" an die Seite, abgefahrene Karren, die ihr mit Waffen und Deko ausstatten könnt – etwa einem Wackelkopf von Vaas Montenegro. Dazu gesellen sich natürlich noch Standard-Vehikel, die ihr kapern könnt. Vom Pferd, über diverse Boote, Flugzeuge und Hubschrauber bis hin zum Panzer ist hier alles dabei.

Lohnt es sich Far Cry 6 zu kaufen?

Wer will, kann auch noch einen Kumpel auf dem Beifahrersitz Platz nehmen lassen. Neben dem Koop-Modus sind auch die aus den Vorgängern bekannten Guns und Fangs for Hire zurück, nun allerdings unter dem Namen "Amigos". Hier bekamen wir bereits Chorizo zu sehen, einen Dackel im Rollstuhl, der Feinde mit seiner Niedlichkeit ablenkt. Krokodil Guapo erkundet hingegen stilecht mit Weste und Goldzahn entlegene Wasserareale oder mampft Gegner auf. Man kann also guten Gewissens sagen: Auch im sechsten Teil nimmt sich Far Cry nicht allzu ernst, etwas abgefahren darf es schon gerne sein. Wo sonst kann min sich etwa eine Schusswunde mit einer glühenden Zigarre ausbrennen?

An anderer Stelle herrscht dafür noch etwas weniger Klarheit: Eine mögliche Rückkehr des Editors wurde bisher weder bestätigt noch verneint. In Sachen Next-Gen-Features verriet man lediglich, dass PS5 und Xbox Series X mit 60 Frames pro Sekunde und 4K-Auflösung daherkommen. Auch das Thema Mikrotransaktionen umgingen die Macher bisher ziemlich geschickt. Dass es wie im Vorgänger Ressourcenpakete, Talentpunkte oder Cosmetics gegen Echtgeld geben wird, kann man aber wohl als gesetzt ansehen. Bleibt nur zu hoffen, dass sie einem nicht so penetrant ins Gesicht gedrückt werden.

Far Cry 6 im Spieletest

Immerhin mit einer Info ging Ubisoft recht freizügig um: dem Releasedatum. Far Cry 6 soll am 7. Oktober 2021 für PC, PS4, PS5, Xbox One sowie Xbox Series S/X erscheinen. Der Open-World-Shooter wird sich im Herbst also unter anderem mit Back4Blood, Ghostwire: Tokyo oder dem neuen FIFA um die Aufmerksamkeit der Spieler streiten. Wir sind uns allerdings relativ sicher, dass Dani Rojas' Abenteuer dabei ziemlich erfolgreich sein dürfte. Denn auch, wenn hier und da noch ein paar Fragen offen blieben, machte der Titel insgesamt bereits einen sehr runden Eindruck.

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Diablo 4 in der Vorschau: Die Jägerin

Zusammenfassung: Während der digitalen Blizzcon 2021 haben die Entwickler von Blizzard einige neue Informationen zu Diablo 4 präsentiert. So wurde unter anderem mit der Jägerin die vierte Klasse des Action-Rollenspiels vorgestellt. Wir fassen für euch alle wichtigen Informationen in der Vorschau zusammen.

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Fest für Diablo-Fans

Die Blizzcon 2021 war vor allem für Diablo-Fans ein Fest. Neben Neuigkeiten zum Mobile-Ableger Diablo Immortal und mit Begeisterung aufgenommene Ankündigung von Diablo 2 Ressurected gab es auf der virtuell abgehaltenen Convention auch jede Menge neue Informationen zum kommenden Diablo 4 zu erfahren. Damit setzen die Entwickler ihre sehr offene Kommunikation rund um das Action-Adventure fort. Denn schon in den Monaten seit der Ankündigung des Titels auf der Blizzcon 2019 haben die Macher mit quartalsweisen Berichten immer wieder Einblicke in die Entwicklung gewährt. Was auf der Blizzcon 2021 nun noch alles verraten wurde, fassen wir nachfolgend für euch zusammen.

Diablo 4: Die Jägerin spielen

Die Jägerin

Die größte und wahrscheinlich wichtigste Enthüllung während der Blizzcon war sicher die der vierten spielbaren Klasse. Mit einem schicken Rendertrailer, in den auch einige Gameplay-Szenen eingebettet waren, stellten die Entwickler die Jägerin vor. Nun ist der deutsche Name der Klasse leider etwas irreführend. Ein Fehler der auf schlechte Übersetzungen in den 90er Jahren zurückgeht. Denn eigentlich ist mit dieser Klasse der Rogue, also der Schurke gemeint. Mit dem, was wir eventuell unter einem Jäger verstehen, hat sie auf jeden Fall wenig gemeinsam.

Entsprechend düster wird der Charakter im Trailer auch dargestellt. Dort ist eine Frau zu sehen, die sich selbst als Dieb, Ketzer und Mörder bezeichnet, während sie die abgetrennten Ohren ihrer Opfer vor sich ausbreitet. Die gezeigten Kampfszenen zeugen von äußerster Brutalität. Die Jägerin kann sowohl mit Bogen als auch mit Dolchen bestens umgehen. Ihre Stärke auf dem Schlachtfeld ist ihre Flinkheit. Übrigens: Wir sprechen in dieser Vorschau der Einfachheit halber von der Jägerin in der weiblichen Form, die Klasse soll aber auch wie alle anderen von beiden Geschlechtern gespielt werden können. Seit dem Untergang der Schwesternschaft vom Verborgenen Auge, sind die Jäger keine rein weibliche Gesellschaft mehr.

Vom Grundaufbau orientiert sich die Jägerin am Original-Rogue aus dem allerersten Diablo. Das bedeutet zum Beispiel Vielseitigkeit bei der Waffenwahl. Für den Nahkampf stehen Dolche und Schwerter zur Verfügung, die jeweils im sogenannten Dual Wield, als eine Waffe pro Hand, getragen werden können. Für den Fernkampf kommen Bögen und Armbrüste zum Einsatz. Anders als in früheren Teilen üblich müssen diese beiden Waffenarten jedoch nicht mehr als zwei verschiedene Waffensets ablegt werden. Stattdessen führt die Jägerin stets eine Fernkampf- und ihre Nahkampfwaffen mit sich und setzt diese ohne erforderlichen Setwechsel nach Belieben ein.

Diablo 4: Die Jägerin im Test

Eine vielseitige Klasse

Die Jägerin verfügt über drei Spezialisierungen, die sich auf Kombopunkte, die Schattenwelt beziehungsweise das Ausnutzen von Schwächen konzentrieren. Eine Schattenwelt-Jägerin kann in die namensgebende Parallelwelt übertreten und einige Feinde mit sich ziehen. Auf diese Weise lassen sich zum Beispiel größere Gruppe von Gegnern kontrollierter ausdünnen. Ist die Jägerin auf das Ausnutzen von Schwächen spezialisiert, wird bei Gegnern angezeigt, wenn diese einen Schwachpunkt offenbaren. Mit einem dann richtig getimten Angriff lassen sich deutlich mehr Schaden als sonst anrichten. Die Kombopunkte-Spezialisierung funktioniert ähnlich, wie beim Schurken in World of Warcraft. Es gibt Skills, die Kombopunkte aufbauen und welche die sie verbrauchen und entsprechend der Anzahl Schaden verursachen. Bei dieser Spezialisierung geht es also eher darum einen sinnvollen Rhythmus der Fähigkeiten zum Aufbau und Verbrauch der Kombopunkte zu erreichen.

Um an die Spezialisierungen zu gelangen, gilt es in der Welt von Diablo 4 klassenspezifische Quests für die verschiedenen Schurkenfraktionen zu erledigen. Dazu gehören unter anderem die Überreste der Schwesternschaft des Verborgenen Auges und Gesetzlose Schmuggler aus den Sümpfen von Hawezar. Je nach Fraktion schaltet ihr eine andere Spezialisierung frei. Da diese dann jeweils individuell mit den beiden Kampfstilen in Nah- und Fernkampf kombiniert werden können, ergeben sich für die Jägerin sehr vielfältige Spielweisen.

Diablo 4: Die Jägerin online bestellen

Wem das noch nicht genug ist, der kann zusätzlich noch mit den Elementen spielen. Jeder Angriff und jede Fähigkeit lassen sich mit verschiedenen Elementarkräften verstärken. Dadurch bekommen die Skills verschiedenste Wirkungen. Während ein Pfeilhagel mit Eis prima geeignet ist große Gruppen einzufrieren und somit zu kontrollieren, sorgt ein Pfeilhagel mit Gift für einen qualvollen, langsamen Tod für eine ganze Reihe von Feinden. Dieses System und die möglichen Synergien sollen vor allem im Zusammenspiel mehrere Spieler so richtig zum Tragen kommen.

Eine weitere Stärke der Jägerin ist die sehr hohe Mobilität. Dabei setzt sie vor allem auf den Dash, der sie schnell hinter Gegner befördert oder aus brenzligen Situationen entkommen lässt. Sogar vom Pferd aus kann die Jägern coole Manöver vollführen, indem sie aus vollem Ritt zu einem Pfeilhagel ansetzt, mit einem Dash in die Gegner springt und jedem, der noch übrig ist, den Rest gibt.

Die offene Spielwelt

Im Zusammenhang mit der Jägerin sprachen die Entwickler auch über einige andere Aspekte von Diablo 4. So auch über die offene Spielwelt, die erstmals große Teile von Sanctuary abbildet. Je nachdem wo man sich gerade aufhält, ändert sich dann zum Beispiel das Design von Loot. Ein erbeutetes Schwert in Kehjistan wird in der Regel ein Scimitar sein, während es im nördlichen Scosglen eher ein Breitschwert ist. Das soll dazu beitragen, dass alles im Spiel auf mehr oder weniger subtile Weise das Gefühl vermittelt genau in diese Ecke der Welt zu gehören.

Das gilt in gewisser Weise auch für die Reittiere, die für die Fortbewegung in der riesigen Spielwelt wichtig sind. Spieler werden dabei eine große Sammlung an verschiedensten reitbaren Untersätzen anlegen können. Neue Mount lassen sich überall in der Welt finden. Unteranderem in versteckten Locations und als Belohnung für das Abschließen von Puzzles. Zusätzlich lassen sich diverse Gegenstände zur zusätzlich Individualisierung der Pferde finden. Dazu gehören Rüstungen, Hufplatten und Trophäen, die am Pferd ausgestellt werden können. Mit der Wahl des Hufeisens hat man sogar Einfluss auf die Geschwindigkeit seines Reittieres. Kein Thema war bei den Entwicklern der Kampf vom Rücken des Pferdes. Das entspräche nicht dem Diablo-Spielgefühl. Stattdessen bekommen alle Klassen coole Dismount-Skills, die einen direkt von reiten in den Kampf einsteigen lassen.

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Während der Reise durch die offene Spielwelt trifft man immer wieder auf feindliche Camps. Ehemalige Festungen der Menschen, die von Banditen, Monstern, Ziegenmenschen und anderem Abschaum übernommen wurden. Für die Helden von Sanctuary ist es die Aufgabe, diese Orte wieder zurückzuerobern. Ist dies gelungen, schaltet man für sich ein neues Lager mit Händlern, Schmieden, Questgebern, möglicherweise Dungeon-Eingängen und einem neuen Wegpunkt in der Spielwelt frei. So helft ihr im Verlauf des Spiels dabei, dass Sanctuary nach und nach wieder besiedelt wird.

Player versus Player

In der offenen Spielwelt von Diablo 4 seid ihr nicht allein unterwegs. Viele weitere Spieler tummeln sich in den Weiten von Sanctuary. Doch nicht immer sind diese nur als freundliche Abenteuer-Kollegen zu betrachten. In einigen Gebieten des Spiels steigt der Hass von Mephisto aus der Hölle hinauf. In diesen Bereichen werden die Helden von diesem Hass verzehrt, sodass sie auf ihre Mitspieler losgehen. Aber PvP soll niemals Pflicht werden. Selbst in diesen speziellen Gebieten muss man nicht zwangsweise andere Spieler angreifen und töten. Ein Grund diese "Felder des Hasses" genannten Bereiche aufzusuchen, ist um Scherben des Hasses zu sammeln, die man sich auch einfach durch das Töten von Monstern, Events und Kisten verdienen kann.

Um diese Scherben auch als Währung verwenden zu können, müssen diese jedoch zunächst noch einem Reinigungsritual behandelt werden. Über diesen Vorgang werden aber alle anderen Spieler im Gebiet informiert. Es ist also mit dem Angriff von Spielern zu rechnen, die einem die gesammelten Scherben abnehmen wollen. Wurde die Reinigung erfolgreich durchgeführt, können die Scherben des Hasses in kleinen Siedlungen am Rande der PvP-Gebiete für Ausrüstung, Trophäen und andere Dinge ausgegeben werden. Die Gegenstände sollen nicht zwangsweise mächtiger sein, als andere Beute in anderen Teilen des Spiels, aber sie sollen den PvP-Spieler durchaus ansprechen.

Diablo 4: Die Jägerin spielen

Wer besonders viel Spaß hat Jagd auf andere Spieler zu machen und dabei auch noch erfolgreich ist, wird mit der Zeit immer mehr von Mephistos Hass durchdrungen. Das geht so weit, dass man irgendwann zum sogenannten Gefäß des Hasses wird. Hat man diesen Status erreicht, wird man für alle anderen Spieler als Gefahr auf der Karte gekennzeichnet. Außerdem erhalten andere Spieler einen Bonus, sollten sie es schaffen ein Gefäß des Hasses zur Strecke zu bringen.

Ähnlich wie in Diablo 2 sammelt ihr übrigens wieder die Ohren besiegter Feinde im PvP. Bisher handelt es sich dabei aber lediglich um Trophäen ohne sonstigen Nutzen im Spiel. Ob sich das noch ändert, ist bisher nicht bekannt. Bekannt ist auch noch nicht, wann Diablo 4 endlich erscheint. Sicher ist nur, dass es frühestens 2022 soweit sein wird.

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Cyberpunk 2077: Patch 1.1 ist da und fixt viele Bugs

Zusammenfassung: CD Projekt Red hat wie versprochen den Patch 1.1 für Cyberpunk 2077 veröffentlicht. Das neue Update behebt in erster Linie Bugs und Absturzursachen, manche Spieler klagen aber auch über neue Probleme. Hier lest ihr die kompletten deutschen Patch-Notes für PC, PS4, Xbox One und Stadia.

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Desaster mit Ansage

Vor einer Woche hat sich CD Projekt Red mit einer offenen Entschuldigung an die Fans gewandt: Cyberpunk 2077 leidet vor allem auf den Konsolen unter gravierenden Fehlern, darum haben die Entwickler mehrere Patches in Aussicht gestellt, mit denen man die Bugs des Sci-Fi-Rollenspiels in den Griff bekommen will. Das erste versprochene Update ist nun verfügbar: Der Patch 1.1 wurde für PC, PS4, Xbox One und Stadia veröffentlicht, die Dateigröße des Updates schwankt je nach Plattform: Für die GOG-Fassung müssen beispielsweise 1,1 GB runtergeladen werden, für die PS4/PS5-Version werden dagegen knapp 17 GB fällig.

Laut CD Projekt Red soll der Patch 1.1 keine neuen Features hinzufügen, sondern lediglich Bugs fixen. Damit dient er auch als Grundlage für den nächsten Patch 1.2, für den die Entwickler weitere Fehler beseitigen und "das Spielerlebnis allgemein verbessern" wollen.

Patch 1.1: Das steckt drin

Stabilität

  • Verschiedene Verbesserungen zur Stabilität, darunter:
  • Verbesserte Speichernutzung in verschiedenen Untersystemen des Spiels – Charaktere, Interaktionen, Navigation, Videos im Spiel (TV, Werbung, Nachrichten), Blätter, Lasereffekte, Minimap, Geräte, KI, Straßenverkehr, dem System des Umgebungsschadens, Grafikkarten-bezogen und mehr.
  • Verschiedene Probleme, die zu Abstürzen führten, wurden behoben (unter anderem beim Laden von Speicherständen, Start und Beenden des Spiels sowie dem letztmöglichen Speicherpunkt [Point of No Return]).

Quests / Open World

  • Ein Fehler wurde behoben, bei dem Anrufe von Delamain in Epistrophy sofort beendet wurden und man sie nicht annehmen konnte.
  • Ein Fehler wurde behoben, bei dem Spieler in Epistrophy keine Anrufe von Delamain erhielten, wenn sie sich dem jeweiligen Fahrzeug näherten.
  • Ein Fehler wurde behoben, bei dem das Missionsziel in M'ap Tann Pelen bei "Nimm Mr. Hands' Anruf an" stecken blieb.
  • Ein Fehler wurde behoben, bei dem Judy in Pyramid Song unter die Erde teleportiert wurde.
  • Ein Fehler wurde behoben, bei dem es in Poem of the Atoms nicht möglich war, mit dem Zenmeister zu sprechen.
  • Ein Fehler wurde behoben, bei dem Takemura in Down on the Street nicht angerufen hat.
  • Ein Fehler wurde behoben, bei dem Jackie in Die Übergabe verschwinden konnte.
  • Ein Fehler wurde behoben, bei dem es in The Beast in Me: Das Große Rennen unmöglich war, aus dem Auto zu steigen.
  • Ein Fehler wurde behoben, bei dem Spieler keine Nachrichten und Anrufe mehr erhalten konnten, wenn sie sich zu weit vom Quest-Gebiet in A Day in the Life entfernten.
  • Ein Fehler wurde behoben, bei dem Space Oddity nach dem Öffnen des Pakets nicht aktualisiert wurde.
  • Rückwirkend wurden die Spielstände repariert, bei denen ein seltenes Problem dafür gesorgt hat, dass man in Automatic Love wegen einer unsichtbaren Wand nicht mit Judy sprechen konnte. Den eigentlichen Grund für diesen Fehler untersuchen wir derzeit.
  • Ein Fehler wurde behoben, bei dem Spieler ihre Belohnung für den Auftrag: Pressefreiheit nicht abholen konnten. Bei Spielern, die die Belohnung nicht abholen konnten, wird die Quest jetzt automatisch abgeschlossen und sie erhalten die Belohnung automatisch.
  • Ein Fehler wurde behoben, bei dem Delamain in der ganzen Quest Epistrophy nichts sagte, wenn Spieler sich anfangs weigerten, ihm zu helfen.

Benutzeroberfläche

  • Ein Fehler wurde behoben, bei dem die Eingabe-Aufforderung fehlte, den Braindance zu verlassen.
  • Ein ungültiges Item wurde als Beute entfernt.

Grafik

  • Ein Fehler wurde behoben, bei dem die Flugbahn einer Granate im Fotomodus angezeigt wurde.
  • Ein Fehler wurde behoben, bei dem Partikel aus nächster Nähe pink aussahen.
  • Ein Fehler wurde behoben, bei dem Autos in Verbrechensmeldung: Willkommen in Night City nicht korrekt erschienen sind.

Erfolge

  • Ein Fehler wurde behoben, bei dem der Erfolg Kleiner Mann – was nun? manchmal nicht freigeschaltet wurde, nachdem alle Aufträge und NCPD-Scanner-Delikte in Santo Domingo abgeschlossen wurden.

Sonstiges

  • Der Grund für die übermäßige Größe von Speicherständen wurde beseitigt (dies hing mit dem Modifikator zusammen, der anzeigte, ob ein Item selbst hergestellt war) und bereits existierende Speicherstände wurden verkleinert. (Hinweis: PC-Speicherstände, die vor dem Update 1.06 beschädigt wurden, werden dadurch nicht repariert.)
  • Ein Fehler wurde behoben, bei dem Eingaben nicht mehr erkannt wurden, nachdem das Waffenrad geöffnet und eine Aktion ausgeführt wurde.
  • Ein Fehler wurde behoben, bei dem die Option "Fortfahren" im Hauptmenü einen Speicherstand im Finale laden konnte.

Auf PlayStation

  • Performance-Optimierung von Menschenmengen auf PlayStation 4 Pro und PlayStation 5.
  • Verschiedene Absturzprobleme auf PlayStation 4 wurden behoben.

Auf Xbox

  • Verbesserte Speichernutzung für Charaktererstellung, Spiegel, Scannen, Remote-Kontrolle von Kameras und Menüs (Inventar, Karte) auf Xbox One, Xbox One X und Xbox One S.

Auf PC

  • Es ist jetzt möglich, Erfolge im Offline-Modus von Steam freizuschalten. Hinweis: Dafür muss vor Start des Spiels der Offline-Modus aktiviert werden. Dies funktioniert nicht rückwirkend.
  • Ein Fehler wurde adressiert, bei dem das Laden des Cache bei NVIDIA-Grafikkarten zu Abstürzen beim Starten des Spiels führen konnte.

Auf Stadia

  • Der Ton beim Konzert in Never Fade Awaysollte jetzt zu hören sein.
  • Beschädigte Texturen bei mehreren Nahkampfwaffen wurden repariert.
  • Die standardmäßigen Einstellungen der Nullzone wurden angepasst und reagieren jetzt besser. Hinweis: Diese Veränderung betrifft nur die standardmäßigen Einstellungen.

Neue Probleme durch den Patch?

In einigen Foren wurden mittlerweile kritische Stimmen gegenüber dem neuen Patch 1.1 laut: Angeblich würde das Update zu einem neuen Fehler in der ohnehin anfälligen Quest "Down on the Street" führen, durch den sich die Aufgabe nicht abschließen lässt. Wir konnten den Fehler noch nicht selbst überprüfen, raten aber zur Vorsicht, bis CD Projekt zu dem Problem Stellung bezogen oder einen Hotfix veröffentlicht hat.

Wie geht es weiter?

Zuletzt hatte CD Projekt Red sich offen für den technischen Zustand von Cyberpunk 2077 (jetzt kaufen 54,99 € ) entschuldigt. In einer Videobotschaft erklärten die Entwickler einige Gründe für den unfertigen Release und gaben einen Ausblick auf die Zukunft des ambitionierten Sci-Fi-RPGs. So soll das Team derzeit vor allem mit den Arbeiten an Patches beschäftigt sein, erst im Anschluss will man die angekündigten Gratis-DLCs veröffentlichen. Ein Grafik-Upgrade für PS5 und Xbox Series X/S ist für die zweite Jahreshälfte geplant.

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Crusader Kings 3 im Test

Zusammenfassung: Wir haben uns im Test zu Crusader Kings 3 aufgemacht, der mächtigste Herrscher im Mittelalter zu werden. Mit ihrem neuesten Grand-Strategy-Titel verpassen die Entwickler von Paradox Interactive einer ihrer beliebtesten Marken einen modernen Anstrich ohne die Stärken des Vorgängers zu verlieren. Was sich alles Neues getan hat, klären wir im Test.

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Gelungener Nachfolger aus Schweden

Es gibt Strategiespiele, es gibt komplexe Strategiespiele und dann gibt es die Grand-Strategy-Titel von Paradox Interactive. Seit jeher richten sich die Spiele des schwedischen Entwicklers und Publishers an ein eher nischiges Publikum, denen die Kontrolle über ihr eigenes Reich gar nicht komplex genug sein kann. Einen ersten zaghaften Vorstoß aus dieser Nische heraus gelang vor acht Jahren Crusader Kings 2, das sich mit mehr als einer Million verkaufter Exemplare verhältnismäßig gut verkaufte und bis heute eine treue Fanbasis unterhält. Mit Crusader Kings 3 ist nun der Nachfolger erschienen, der mit gewohntem Gameplay und modernen Verbesserungen an diesen Erfolg anknüpfen soll.

Einstellungsmöglichkeiten bei Crusader Kings 3

Dynastie über Nation

Wie der Name bereits verrät, dreht sich in Crusader Kings 3 alles um die Zeit der Kreuzzüge. Historisch beschränkten diese sich zwar auf das Hochmittelalter vom 11.-13. Jahrhundert, das Spiel lässt euch jedoch die bewegte Geschichte zahlreicher Nationen und Reiche über den Zeitraum von fast 600 Jahren erleben. Von 867 bis 1453 umfasst das Spiel dabei nahezu die gesamte Epoche, die heute allgemein als das Mittelalter bekannt ist. Daran wird bereits deutlich, dass die Entwickler sehr viele Veränderungen, die der Vorgänger erst im Laufe seiner zahlreichen Erweiterungen und DLCs erfahren hat, diesmal bereits im Grundspiel eingebaut haben.

Das gilt unter anderem auch für die bespielbare Landfläche. Crusader Kings 3 (jetzt für 49,99 € bei Amazon bestellen und morgen spielen) erstreckt sich schon zu Release über ganz Europa, den kompletten Nahen Osten, das nördliche Afrika bis runter nach Ghana und Äthiopien sowie das westliche Asien inklusive Indien, Tibet und die Mongolei. Die politische Landkarte besteht dabei im Mittelalter aus einer sich ständig verändernden Vermengung von unzähligen Fürstentümern, Grafschaften und einigen großen Imperien wie dem Byzantinischen Reich und dem Heiligen Römischen Reich. Aber selbst die Grenzen dieser Supermächte sind permanenter Veränderung unterworfen.

Landkarte Crusader Kings 3

Daher geht es auch weniger darum die Herrschaft über einen bestimmten Staat zu übernehmen. In Crusader Kings dreht sich stattdessen alles um die eigene Familie, die eigene Dynastie. Als Spieler übernehmt ihr die Rolle eines Herrschers und lenkt in erster Linie die Geschicke eurer Familie. Natürlich geht damit auch einher das eigene Herrschaftsgebiet zu verwalten, zu vergrößern und zu verteidigen. Wichtig sind dabei vor allem gute Personalentscheidungen. Ein strategisch geschickt in ein anderes Herrscherhaus verheiratetes Kind, ein gezielter Mordkomplott und vorausschauend geknüpfte Bündnisse können mächtiger sein als Kriege, wenn es um den Ausbau der Macht eurer Dynastie geht. Natürlich müsst ihr auch für eine gesicherte Nachfolge sorgen. Denn sollte euer Herrscher ohne Erben sterben, ist das Spiel vorbei. Leider ist der Herrscher-Editor nicht von Anfang an im Spiel enthalten. Ihr müsst also vorerst bei Spielstart mit den im Spiel vorgegebenen Dynastien vorliebnehmen.

Herrscher mit Lebensziel

Der Fokus des Spiels auf den Herrscher als Einzelperson sowie seine Dynastie stand auch im Mittelpunkt einiger der großen Neuerungen in Crusader Kings 3. So wählt ihr jetzt für jeden Charakter sobald dieser den Thron besteigt einen sogenannten Lebensweg. Dazu entscheidet ihr euch zunächst für Diplomatie, Kriegsführung, Verwaltung, Ränkespiel oder Bildung und innerhalb des gewählten Bereichs dann noch einmal aus einem von drei verschiedenen Schwerpunkten. Diese geben jeweils unterschiedliche Boni innerhalb ihrer Kategorie.

Crusader Kings 3 im Test

Im Verlauf seines Lebens sammelt ein Herrscher nun Erfahrungspunkte für seinen Lebenswandel und verdient sich dabei immer wieder sogenannte Vorzugs-Punkte. Diese werden dann in drei zum Lebenswandel gehörende Skillbäume investiert. Dadurch schaltet ihr verschiedenste passive Boni frei, die sich auf das entsprechende Herrschaftsfeld auswirken. Diplomaten steigern zum Beispiel die Meinung anderer und den Prestige-Zuwachs, während Verwalter zum Beispiel ihre Einnahmen erhöhen oder Boni für den Bau von Gebäuden erhalten. Am Ende jedes dieser Skillbäume wartet zudem eine passende neue Eigenschaft für euren Herrscher. Auf Basis seiner Ausbildung könnt ihr also mit jedem Herrscher eine spezialisierte Art des Regierens verfolgen. Das bringt Abwechslung und mehr Individualität zwischen den einzelnen Charakteren.

Video-Trailer

Verewigte Familienentwicklung

Langfristiger werden die Planungen aber im Bereich der Dynastie. Neu ist diesmal nämlich, dass eure gesamte Familie im Spielverlauf sogenannte Bekanntheit sammelt. Wie stark diese ansteigt, hängt von der Zahl der Dynastie-Mitglieder und den in ihre versammelten Titel ab. Anders als beim persönlichen Prestige eines Herrschers, geht beim Tod keine Bekanntheit verloren. Sie gilt immer für die gesamte Familie. Auf diese Weise steigert ihr mit den Jahrzehnten und Jahrhunderten die Wichtigkeit eurer Dynastie in mehreren Stufen. Das bringt Boni auf die Meinung über lange Herrschaft und das Prestige mit sich. So starten Kinder einer legendären Dynastie mit deutlich mehr Prestige ins Leben als in einer unbedeutenden Dynastie.

Die gesammelten Bekanntheitspunkte dienen darüber hinaus auch als Währung für sogenannte Vermächtnisse. In den Kategorien Kriegskunst, Gesetz, Verschlagenheit, Blut, Gelehrsamkeit, Ruhm und Sippe lassen sich dabei jeweils fünf mächtige Vermächtnisse freischalten. Diese bringen Boni in verschiedensten Lebensbereichen für alle Mitglieder der Dynastie. Neben der kurzfristigen Ausrichtung eines Herrschers auf ein bestimmtes Spielziel, könnt ihr also auch langfristig eure gesamte Blutlinie weiterentwickeln. Das motiviert nicht nur in der laufenden Partie, sondern sorgt auch für noch mehr Wiederspielwert, da sich das eigene Herrscherhaus immer wieder auf andere Weise spielen lässt.

Herrschergeschlechter bei Crusader Kings 3

Hilfestellungen

Auch wenn das nach einer zusätzlichen Ebene der Komplexität klingt, denn die meisten der bereits aus dem Vorgänger bekannten Spielelemente sind ja ebenfalls noch vorhanden, tut der dritte Teil alles dafür, um deutlich zugänglicher zu sein und auch Neueinsteigern eine Chance zu geben. Das beginnt schon damit, dass ein gut gemachtes Tutorial die wichtigsten Spielelemente erklärt. Dafür solltet ihr aber auch die Entsprechende Zeit und Geduld mitbringen. Als sehr hilfreich haben sich auch die überarbeiteten Tooltips herausgestellt, in denen wichtige Begriffe zusätzlich mit weiterführenden Tooltips hinterlegt sind, die genauere Erläuterungen liefern. Auch nach dem Ende des Tutorials gibt das Spiel immer wieder Tipps zu bestimmten Situationen und Ereignissen, wann immer ihr auf diese stoßt.

Über den sogenannten Anliegen-Button am oberen Bildschirmrand bekommt ihr zudem stets Hinweise über aktuelle Situationen. Zum Beispiel wem ihr rechtmäßig einen Krieg erklären könnt, wenn ihr spezielle Ereignisse auslösen könnt oder ein Familienmitglied eurer Betreuung bedarf. Außerdem ist im Spiel eine Enzyklopädie aufrufbar, in der ihr jederzeit Begriffe und Spielelemente nachschlagen könnt. Crusader Kings wird dadurch nicht automatisch zu einem Spiel, dass man nach fünf Minuten verstanden hat. Neueinsteiger sollten sich nach wie vor auf eine gewisse Einarbeitungszeit einstellen. Aber all die genannten Elemente machen es doch deutlich einfacher sich Schritt für Schritt die Funktionsweise des Spiels zu erarbeiten.

Spieletipps für Crusader Kings 3

Optisch aufpoliert

Für Veteranen und Neueinsteiger gleichermaßen von Vorteil sind die schick überarbeiteten Menüs, die für Kenner zum einen Vertraut aber auch angenehm modernisiert wirken. Allgemein hat die Präsentation des Spiels eine starke Aufwertung erfahren. Das liegt vor allem an den schicken 3D-Modellen aller Charaktere, die für zusätzliche Atmosphäre sorgen. Diese Charakter-Darstellungen sind stets passend zu eigenen Kultur, zur Stellung im Reich und zum Rang des eigenen Titels gekleidet. Außerdem erkannt man an ihnen hervorragend das fortschreitende Alter vom Kleinkind bis zum Greis mit weißen Haaren. Die Veränderung der Figuren finden in fließenden Schritte statt. Auch Krankheiten und Verletzungen lassen sich sehr gut an den Charaktermodellen ablesen.

Die Weltkarte selbst hat gerade in der nahen Detailansicht ein paar schicke neue Effekte wie animiertes Wasser und detaillierte Darstellung von Ortschaften spendiert bekommen. Außerdem sind auch alle kleinen Liegenschaften wie Städte und Tempel jetzt als eigener Bereich erkennbar. Die grundlegende Funktionsweise bleibt aber gleich. Das ist auch völlig in Ordnung, denn die Karte ist ja im Grunde nur eine Unterlage für unsere Machtspielchen wie das Brett eines Brettspiels. Seine Stärken hat Crusader Kings auch im dritten Teil in der grandiosen Verzahnung der einzelnen Spielelemente. Hunderte von KI-Fürsten, die ihre eigenen Pläne verfolgen, unvorhergesehene Ereignisse, mit nicht absehbaren Folgen, und unser eigenes Streben nach Macht und Ruhm führen immer wieder zu einem dynamischen Spielgeschehen, das den großen Reiz des Spiels ausmacht.

Crusader Kings 3 online bestellen

Für den Nachfolger bauen die Entwickler auf dem bereits sehr guten Grundgerüst des Vorgängers aus Krieg, Intrigen, Erpressung und politischen Ränkespielen auf und führen spannenden Neuerungen ein, die vor allem den eigenen Herrscher und seine Dynastie noch stärker in den Mittelpunkt des Spiels rücken. Natürlich bietet das Spiel auch wieder sehr breiten Mod-Support, mit dem sich das Spiel in den kommenden Wochen und Monaten also noch nach Belieben an eigene Vorstellungen anpassen lässt. Schade ist allerdings, dass die Lokalisierung noch immer nicht so richtig mit der deutschen Grammatik klarkommt. Besonders im Zusammenhang mit geschlechtlicher Anrede kommt es immer wieder zu Fehlern. Das hervorragende Gesamtbild trübt das aber nur minimal. Grand-Strategy-Fans finden derzeit kaum etwas Besseres.

Fazit und Wertung

Crusader Kings 2 war seinerzeit auch für uns der Einstieg in die Welt der komplexen Paradox-Spiele. Besonders der Fokus auf den Herrscher und weniger auf die Nation, was das Spiel mehr zu einem Rollenspiel als zu einem Strategiespiel macht, hatten es uns angetan. Es hat uns gefreut zu sehen, dass die Entwickler für den Nachfolger an diesen Stärken festgehalten und an sinnvollen Stellen Neuerungen eingebaut haben. Besonders das neue Dynastie-Rang-System und die damit verbundenen Dynastie-Vermächtnisse motivieren uns unheimlich, uns noch intensiver um das Wohlergehen meiner Herrschersippe zu kümmern. Es ist uns also nicht nur gelegen, die Macht meines Herrschers auszubauen, sondern anderen Familienmitgliedern durch strategische Entscheidungen eigene Titel zu verschaffen, um den Ruhm der Dynastie weiter zu stärken. Wir wünschten nur, dass wir bei Spielstart noch mehr Freiheiten hätten, um uns eine  individuelle Ausgangslage zu erschaffen. Ein Herrschereditor und allgemein mehr Einstellungsmöglichkeiten wären da nicht schlecht. Aber wir sind uns sicher, dass da auch sehr schnell diverse Mods in die Bresche springen werden.

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Madden NFL 21 im Test

Zusammenfassung: Mit Madden NFL 21 eröffnet EA Sports am 28. August die diesjährige Saison der Ballsportsimulationen. Aber wird's auch ein Auftakt nach Maß? Wir haben den Titel getestet und verraten, ob American-Football-Fans einen Grund zum Jubeln haben!

Inhaltsverzeichnis

Mahommes oder Brady?

Die National Football League, die internationale Spitzenklasse des American Football, steht zu Beginn ihrer 101. Saison vor jeder Menge Fragezeichen: Eigentlich soll in der Nacht vom 10. September das Eröffnungsspiel zwischen den Kansas City Chiefs und den Houston Texans stattfinden. Ob oder in welcher Form das passieren wird, ist allerdings noch nicht abzusehen. Die NFL hat bisher kein wirkliches Corona-Konzept ausgearbeitet. Damit ist noch immer nicht klar: Spielt man mit oder ohne Fans im Stadion? Wird es eine Art "Bubble" geben wie in der NBA, die ihre Spiele gebündelt auf dem Boden von Disney World Orlando austrägt? Und was passiert eigentlich, wenn sich ein Spieler infiziert?

Madden NFL 21

Was hingegen ohne Zweifel feststeht: Diese Spielzeit wird auf jeden Fall anders als alle bisherigen. Da ist es für Fans eine gute Nachricht, dass sie ihren Lieblingssport zumindest auf PC, PS4 und Xbox One in gewohnter Form erleben können. EA Sports hat am 28. August nämlich Madden NFL 21 (jetzt kaufen bei Amazon 59,99 €) veröffentlicht und bietet so ein vertrautes American-Football-Erlebnis.

Evolution statt Revolution

Manchmal fühlt sich Madden NFL 21 sogar fast schon zu vertraut an. Denn der Titel spielt sich über weite Strecken tatsächlich sehr ähnlich wie sein direkter Vorgänger. Wirklich bahnbrechende Innovationen hat das Entwicklerteam von EA Tiburon nicht aus dem Ärmel geschüttelt, stattdessen wurde viel mehr am bereits vorhandenen Gameplay-Gerüst geschraubt. Laut Machern war etwa die Verteidigung des Laufspiels in Madden NFL 20 für viele Spieler etwas zu schwierig. Entsprechend wurde nun entgegengesteuert, das Tempo verringert und oft verwendete Spielzüge wie Stretch oder Dive wurden abgeschwächt.

American Football: Madden NFL 21

Für noch mehr Kontrolle auf der Defensivseite führt EA Sports zudem eine neue Pass-Rush-Steuerung ein. Im letzten Jahr musstet ihr noch wie wild auf eine Taste hämmern, um dem Griff eines Offensive Lineman zu entgehen. Jetzt lassen sich jegliche Abwehraktionen vom Bull Rush bis hin zum Swim Move über eine Bewegung mit dem rechten Stick ausführen. Vollkommen übermächtig werdet ihr dadurch aber nicht. Im Gegenzug können eure Linebacker nun etwa nur noch einen kleineren Bereich abdecken, sodass ihr euch entscheiden müsst, welche Route ihr covern möchtet. Dazu kommen noch die positionsbasierten Tackles. Eure Spieler sind sich ihrer Position auf dem Feld nun noch bewusster und können so etwa Angreifer noch effektiver davon abhalten, den First-Down-Marker zu erreichen. Eure Ballträger strecken sich hingegen besonders, um über die magische Linie zur Endzone zu kommen.

Video Trailer

Der Teufel liegt im Detail

Auch sonst wurde den Offensivakteuren nochmal etwas Aufmerksamkeit gewidmet: Running Backs können dank des Skill Sticks jetzt mehrere Moves miteinander verketten, Wide Receiver setzen nach dem Catch intuitiver zum anschließenden Lauf an. Zudem werden Quarterbacks den Ball künftig noch schneller los. Ihr könnt das Ei sogar noch werfen, während ihr getackelt werdet, und so einen Sack mit Raumverlust verhindern. Zumindest im Idealfall. Da EA die Passgenauigkeit unter Druck oder bei Würfen gegen die Laufrichtung ebenfalls nochmal angepasst hat, riskiert ihr unter Umständen auch einen Fumble oder gar eine Interception.

Abgerundet wird das Gameplay-Paket mit paar Ergänzungen und Veränderungen bei den Superstar- und X-Factor-Fähigkeiten. Die wurden in Madden NFL 20 eingeführt und sind eine Art vorübergehender Buff, den ihr durch den Abschluss von Ingame-Zielen aktivieren könnt. Spieler mit der neuen Eigenschaft "Anklebreaker" lassen etwa mit Leichtigkeit Gegner aussteigen. Akteure, die über den "Avalanche"-Skill verfügen, sind Meister darin, Fumbles zu forcieren. Dazu gesellen sich noch kleinere KI-Anpassungen beim Play Calling und Zeitmanagement, zusätzliche Strafen für Illegal Contact sowie aktualisierte Playbooks.

PC Games: Madden NFL 21

Unglücklich: Das Storyboard

Die großen Neuerungen gibt es aber besonders auf der Content-Seite. Allen voran wurde der letztjährig eingeführte Face-of-the-Franchise-Modus noch einmal etwas umgemodelt. Hier erstellt ihr zwar weiterhin einen eigenen Charakter, der sich seinen Weg von der Highschool in die NFL bahnt. Dabei bekommt ihr nun aber wieder eine Art "Geschichte" erzählt: Eigentlich seid ihr nur die Nummer zwei auf der Quarterback-Position, müsst im Finale dann aber für euren Konkurrenten einspringen, der an einem Herzfehler leidet. Das dürft ihr aber unter keinen Umständen dem Trainer verraten, sonst wäre die Laufbahn eures Kontrahenten direkt am Ende. Ein echter Gewissenskonflikt, der eure Karriere auf lange Sicht beeinflussen wird! Dazu werden noch diverse bekannte Gesichter durchs Bild gezogen, etwa US-Rapper Snoop Dogg sowie NFL-Journalist Rich Eisen. Das soll dem Modus wohl mehr Tiefgang verleihen, lässt ihn aber oft mehr wie ein überzogenes Drama wirken.

Immerhin erwarten euch spielerisch nun mehr Möglichkeiten: Ihr könnt beispielsweise zwei Saisons in der College-Liga spielen und dabei sogar neue Positionen wie Wide Receiver oder Running Back ausprobieren. Danach beweist ihr euch im NFL Combine und werdet dann von einem Team gedraftet, oder aber ihr schließt euch direkt eurer Lieblingsmannschaft an und versucht, sie zu einem Super Bowl führen. Das passiert beinahe zwangsläufig, denn die Struktur von Face of the Franchise ist wesentlich linearer als im Vorjahr. Ihr spielt nicht die komplette Saison, sondern nur noch die Highlights. Zudem durchlauft ihr in eurer Karriere vorgegebene Szenarien, wie etwa den schnellem Aufstieg mit Auszeichnung als Rookie of the Year oder die zwischenzeitliche Talfahrt mit Verletzung. Das ist alles in allem eine recht runde Sache, mit unvertonten Cutscenes und hässlichen Charaktermodellen teils aber leider etwas dürftig inszeniert.

Madden NFL 21 spielen

An manchen Stellen habt ihr noch direkten Einfluss auf den Lauf eurer Geschichte: In Interviews und Pressekonferenzen stehen euch Antworten zur Auswahl, die unterschiedliche Auswirkungen haben. Mal bekommt ihr etwa einen neuen Teamkollegen, mal schaltet ihr Boosts für euren Avatar frei. Der lässt sich zudem noch mit verdienten Match-XP aufleveln und mit individuellen Fähigkeiten ausstatten.

Stillstand im Franchise-Modus

Habt ihr keinen Bock mehr, könnt ihr euren Spielstand jederzeit in ein reguläres Franchise-Savegame umwandeln. Wirklich lohnenswert ist das aber nicht, denn der Modus wurde in diesem Jahr wieder mal sträflich vernachlässigt. Wirklich große, nennenswerte Änderungen sind Mangelware. Wer sich gerne als Spieler, Coach oder Team-Besitzer beweist, für den sind in Madden NFL 21 eine erweiterte Wild-Card-Runde, realistischere Spielerentwicklung und Simulationsergebnisse sowie authentische Rookie-Verträge schon das höchste der Gefühle. Das klingt mehr nach Patch Notes als nach einer Liste frischer Features. Zugegeben, die Entwickler beteuern in einem Blog-Artikel, Madden sei ein Live-Service, der über das Jahr hinweg mit neuen Inhalten versorgt werden soll. Für eine verbesserte KI oder eine umfangreiche Karrierestatistik könne man aber "noch keine genauen Zeitpunkte nennen". Toll.

Madden NFL 21 Spiele testen

Dass solche Funktionen nicht direkt zum Launch im Spiel zu finden sind, könnte daran liegen, dass EA Sports stattdessen wieder einmal jede Menge Arbeit auf andere Modi verwendet hat – zum Beispiel auf Ultimate Team, das nun mit Zwei- beziehungsweise Drei-Spieler-Koop, neuen Items und Challenges sowie dem altbekannten Pay-to-Win-Aspekt daherkommt. Außerdem führen die Entwickler mit Madden NFL 21 den neuen Modus The Yard ein, eine arcadige Football-Variante, die ein wenig an NFL Street erinnert. Hier erwarten euch diverse Regel- und Gameplay-Anpassung: Zum Beispiel ist das Spielfeld nur 80 Yards lang, pro Team gibt es nur sechs Spieler und hinter der Line of Scrimmage dürfen gleich mehrere Pässe geworfen werden, wodurch ihr nette Kombinationen und Trickspielzüge aus dem Ärmel zaubern könnt. So sind pro Drive sogar bis 13 Punkte möglich!

Geld regiert die Welt

Auch nett: Wer will, der kann die vier Schauplätze Miami Port, Lambeau Tailgate, F.O.B. Nico und Brandenburg Football-Festival auch mit bis zu zwei Freunden ausprobieren – wahlweise gegen die KI oder menschliche Spieler. So oder so dürft ihr euch nach jedem Match über Belohnungen freuen: Mit XP levelt ihr euren Avatar auf und schaltet neue Fähigkeiten frei. Mit Street Cred könnt ihr zudem im Shop vorbeischauen und coole Outfits zusammenstellen. Ihr wolltet schon immer in bauchfreiem Trikot, Leoparden-Boxershorts und mit babyblauem Mundschutz spielen? The Yard macht's möglich!

Dadurch, dass niemand offizielle Uniformen trägt, fällt leider nur oft die Unterscheidung zwischen eigenen und gegnerischen Spielern schwer. Und natürlich hat es sich EA Sports auch nicht nehmen lassen, euch Klamotten wahlweise für Madden Points anzudrehen, die es nur für Echtgeld im Ingame-Shop gibt. Schade, denn ansonsten ist The Yard eigentlich eine nette Ergänzung, die zwar nicht als alleiniges Kaufargument heraussticht, dem Spielgefühl von Madden NFL 21 aber nochmal eine weitere Facette spendiert. Es ist ein kleiner Spaß für zwischendurch, vergleichbar mit VOLTA Football aus FIFA.

Sport Games: Madden NFL 21

Bei der Präsentation macht Madden zu guter Letzt auch noch einen Schritt nach vorne: Mit neuen Pre-Game-Intros, Fangesängen und kurzen Cutscenes wie "Move those Chains!" nach einem First Down wurde das Spielerlebnis nochmal aufpoliert. Krasse Clipping- oder Textur-Fehler wie sie teilweise im Internet zu finden sind, haben wir keine erlebt. Gestört haben wir uns eher an den unrunden Laufanimationen, der grauenhaften Darstellung von langen Haaren, den immer selben Sätzes aus der Kommentatorenbox oder den häufigen Ladezeiten. Für die Zukunft von Madden gibt es also definitiv noch Verbesserungspotenzial.

Fazit und Wertung

Für sich betrachtet ist Madden NFL 21 kein schlechtes Spiel. Es ist wahrscheinlich sogar die rundeste und umfangreichste American-Football-Simulation, die es aktuell auf dem Markt zu kaufen gibt. Für Neulinge oder Spieler, die eine zwischenzeitliche Pause eingelegt haben, ist 2020 daher ein guter Punkt, um wieder ins Franchise einzusteigen. Langjährige Fans, die auch die vergangenen Ableger im Regal stehen haben, werden es hingegen schwer haben, abgesehen vom kostenlosen Next-Gen-Upgrade einen Grund zu finden, nochmal 60 Euro auszugeben. Die Gameplay-Anpassungen sind nämlich nur minimal, weder The Yard noch der überarbeitete Face-of-the-Franchise-Modus ein wirkliches Kaufargument. Stattdessen kann man eigentlich auch genauso gut den Vorgänger weiterspielen und einfach ein aktualisiertes Roster aus der Community herunterladen. Und dann hoffen, dass 2K Games nach dem Erwerb der NFL-Lizenz im nächsten Jahr mal ein wenig an EAs festgefahrener Monopolstellung rüttelt.

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Wer wird Millionär?

Preview: The Wind Road

Zusammenfassung: Wir geben Euch einen Vorgeschmack auf das neue Rollenspiel "The Wind Road". Was wir bisher gesehen haben (werft einen Blick auf den Trailer), sieht hervorragend aus und macht Lust auf mehr. Die sehr gute Grafik und die exzellenten Schwertkämpfe machen das Game zu etwas Besonderem!

Inhaltsverzeichnis

Worum geht es in The Wind Road überhaupt?

Ist man kein China-Experte, klingen die Geschichte rund um eine fiktive Version der Seidenstraße und Ortsnamen wie Shazhou vielleicht etwas zu exotisch. Die Grundprämisse fällt aber relativ simpel aus: Barbaren überfallen regelmäßig eine wichtige Handelsroute und bedrohen nun auch die Stadt Shazhou mit ihren friedlichen Bewohnern. Beim Bezwingen der Feinde soll eine besondere Schriftrolle voller uralter Geheimnisse der Kampfkunst helfen – Die »Great Karma Scripture«.

Mönche müssen die sicher zum kaiserlichen Hof bringen und unser Job als Leibwächter ist es, sie dabei zu beschützen. Allerdings lernen auf der Mission wir durch Zufall den Inhalt der Schriften kennen, sodass unser Held dann doch zum Retter der Welt befördert wird.

The Wind Road spielen

Was macht The Wind Road besonders?

In fernöstliche Gefilde wie eine fiktive Variante Chinas wagen sich Rollenspiele nur selten. Ich freue mich schon drauf, die detaillierten Landschaften und Orte voller traditionieller Pagoden oder Tempel zu erkunden. Das Kampfsystem mit seiner Mischung aus Schwertkampf-Action und Martial Arts wirkt zudem fordernd und komplex – eine gewisse Spieltiefe bringt The Wind Road also wahrscheinlich ebenfalls mit.

Die wichtigsten Gameplay-Features:

  • Echtzeit-Kämpfe: Die Nahkampf-Action wird von Gesundheit, Ausdauer, Qi und Wut bestimmt. Die letzten beiden laden sich im Kampf durch bestimmte Aktionen auf und ermöglichen Konter-Angriffe oder besondere Techniken.
  • Kampftechniken: Ihr greift an, blockt, weicht oder nutzt die »Insight-Fähigkeit«, um kritische Treffer zu laden und die Bewegungen des Gegners zu durchschauen. Ihr nutzt Schwerter oder auch eure Fäuste zum Kämpfen. In bestimmten Passagen lässt euch The Wind Road auch als berittener Bogenschütze spielen.
  • Unterschiedliche Spielstile: Das Qi als innere Kraft teilt sich auf sechs unterschiedliche Spielstile auf. Das Qi der »Arts of Violent Mist« richtet sich zum Beispiel an Hardcore-Spieler und lässt euch mit wenig Leben, aber hoher Chance auf kritische Treffer spielen. Über andere Qi-Stile dürft ihr euch wiederum heilen, aber nicht die Schwachpunkte der Gegner direkt attackieren.
  • Kombinationsmöglichkeiten: Martial-Arts-Angriffe lassen sich in über 60 Varianten kombinieren und im Kampf nutzen. Beim Spielen entwickelt ihr so euren eigenen Kampfstil.
  • Crafting und Upgrades: Ihr dürft Medizin oder versteckte Waffen wie Giftpfeile herstellen und eure Hauptwaffe mit Effekten wie Frost versehen, verbessern oder reparieren. Zudem könnt ihr euren Helden äußerlich anpassen, was Boni auf bestimmte Attribute mitbringt.
  • Rätsel und Erkunden: In der Welt stoßt ihr auf Briefe, Materialien und Sammelobjekte, die euch mehr verraten. Außerdem gibt es einige Puzzles zu lösen.

PC Games: The Wind Road

Für wen ist The Wind Road spannend?

Wie Sekiro oder Nioh kombiniert The Wind Road ein asiatisches Szenario mit komplexer Schwertkampf-Action. Wer sich gerne in knifflige Kampfsysteme einarbeitet und seine Reaktionsgeschwindigkeit testet, sollte auch hier auf seine Kosten kommen.

Allerdings existieren aktuell noch keine englischen Texte zur rein chinesischen Sprachausgabe, auch wenn diese noch ins Spiel kommen sollen. Auch wer keine PS4 für Ghost of Tsushima besitzt, könnte allein für die spannende Spielwelt einen Blick riskieren – sofern ihr auf China genauso Lust habt, wie auf Japan.

Trailer

Was gefällt uns bisher? Was gefällt uns nicht?

Stärken von The Wind Road

  • Vielseitiges Kampfsystem: Mit unterschiedlichen Qi-Stilen und Martial-Arts-Techniken können Spieler ihre eigene Kampftaktik entwickeln und sie gezielt einsetzen. Das klingt fordernd und könnte langfristig motivieren.
  • Betrunkener Kampfstil: Lustigerweise sorgt Trunkenheit nicht für ein verschwommenes Sichtfeld, sondern bringt ganz eigene Techniken mit. Auch sonst gibt es zahlreiche Effekte auf eure Spielfigur oder eure Waffe, die sich direkt auf die Kämpfe auswirken.
  • Fokus auf Erkunden: Ob The Wind Road eine Open World oder nur weitläufige Level bietet, ist noch nicht bekannt. Fest steht aber, dass es in der detaillierten Welt viel zu entdecken gibt. Gemeinsam mit der Story, wird also auch abseits der Kämpfe etwas geboten.
  • Grafik und Technik: Trotz recht steifer Gesichter machen die detaillierte Spielwelt und die Kampf-Animationen einen sehr positiven Eindruck.
  • New Game Plus: Wer möchte kann ein neues Spiel starten, für das Ausrüstung, Materialien, Kampftechniken und mehr schon freigespielt sind. Dort lassen sich auch bisher nicht komplett erkundete Passagen der Hauptgeschichte bequem wiederholen.

Kampfszene The Wind Road

Schwächen von The Wind Road

  • Nur Chinesisch: Zum Launch sind Sprachausgabe und Text von The Wind Road nur auf Chinesisch verfügbar. Der Entwickler verspricht aber, englische Texte später nachzuliefern.

Was noch unklar bleibt

  • Zu komplex? Auf den ersten Blick spielen beim Kampfsystem von The Wind Road unglaublich viele Elemente zusammen: Angriff, Verteidigung, Ausweichen, Ausdauer, unterschiedliche Waffen, versteckte Waffen, Martial-Arts-Techniken, Qi-Stile, (De)Buffs und mehr. Das kann eine große Stärke sein, gerade für Hardcore-Spieler, aber auch schnell überfordern. Animationen und Steuerung müssen unbedingt sauber umgesetzt sein, damit dabei kein Frust aufkommt.

Anmerkung der Redaktion: Vorsicht! Zum Release ist The Wind Road nur auf Chinesisch verfügbar. Dass wir das Rollenspiel trotzdem vorstellen, liegt daran, dass eine englische Textfassung bereits bestätigt wurde. Weil die erst später nachgereicht wird, solltet ihr – zumindest sofern ihr kein Chinesisch sprecht – mit dem Kauf warten.

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MotoGP 20 im Test

Zusammenfassung: Der neue Teil der MotoGP-Serie will an den Erfolg der Vorgänger anknüpfen und den Spielern ein noch realistischeres Motorrad-Erlebnis bieten. Mit einem erweiterten Karrieremodus soll genau das erreicht werden. Was wir von dem Rennspaß halten und ob die Entwickler den Erwartungen gerecht werden konnten, erfahrt ihr im Test.

Inhaltsverzeichnis

Vom Reiz der Rennsimulation

Seitdem es Videospiele gibt, wird auch versucht, den Adrenalinkitzel des Motorsports virtuell umzusetzen. Von Arcade-Racern über Rennsimulationen bis zu Funracern wie Crash Team Racing, ist heutzutage für jeden etwas dabei, der Benzin im Blut hat und eine Sehnsucht nach Geschwindigkeit verspürt. Speziell Rennsimulationen haben von der immer besser werdenden Technik profitiert und in den vergangenen Jahren in Sachen Grafik und Realismus eine gewaltige Schippe draufgelegt.

Spiele testen - MotoGP 20

Man erkennt bei manchen Titeln erst auf den zweiten Blick, dass es sich nicht um echten Rennsport handelt, sondern um ein Videospiel. In Corona-Zeiten dienen Formel- 1- und NASCAR-Spiele sogar als Ersatz für die Vorlagen, die dem Virus weichen mussten. Stellt sich die Frage: Ist MotoGP 20 gut genug, um auch dazu zu verleiten, die Fahrten auf Motorrädern von der echten auf die virtuelle Straße zu verlagern?

Motorradrennen fristen ein Dasein im Hintergrund und sind weder im TV noch als Videospiele so populär wie ihre vierrädrigen Pendants. Dabei steht hier um eines mehr auf dem Spiel! Die Rennen sind rasend schnell, stehen der Formel 1 in Punkto Spannung in nichts nach und kleinste Fehler können einen Fahrer nicht nur den Sieg, sondern im schlimmsten Fall sein Leben kosten.

Zwei anstatt vier Räder

MotoGP 20 will genau diese Spannung umsetzen. Motorräder sind in ihrer Fahrweise sehr unterschiedlich zu Autos und das macht sich auch auf der Rennstrecke bemerkbar. Als Laie muss man sich an die neuen Eigenheiten gewöhnen. Es ist nicht nur wichtig, korrekt zu bremsen, richtig zu beschleunigen und zu lenken, man muss auch die Ausrichtung des Fahrers im Blick haben. Lehnt der Fahrer sich in eine bestimmte Richtung, beeinflusst er das Fahrverhalten des Motorrads. Dadurch muss man sich in jeder Kurve richtig positionieren, teilweise so, dass der Körper fast den Asphalt berührt. Auf Geraden muss man sich in den richtigen Momenten aufrichten oder sich klein machen, um auch noch das kleinste Bisschen an zusätzlicher Geschwindigkeit herauszuholen. Hier ist Feingefühl gefragt, denn jede kleine Bewegung zu viel in die eine oder andere Richtung, und der Fahrer landet im Kiesbett. Doch nach einigen Runden gewöhnt man sich an die Steuerung und bekommt ein erfrischend forderndes, aber nachvollziehbares Fahrerlebnis geboten.

Die unterschiedlichen Fahrstile und Motorradklassen beeinflussen das Fahrgefühl ebenfalls deutlich. Ein Motorrad aus der Moto- 3-Klasse völlig anders an als eines der Moto-2-Klasse oder der namensgebenden MotoGP. Sowohl Anfängern als auch erfahrenen Spielern bietet das Spiel unterschiedlichste Einstellungen und Fahrhilfen, mit denen das Fahrgefühl individualisiert werden kann. Dadurch wird auch Motorradspiel-Anfängern ein frustfreier Einstieg gewährt. Die Lernkurve ist ansonsten nämlich sehr steil!

Spielszene MotoGP 20

Das Herzstück von MotoGP 20

Der Karrieremodus ist das Herzstück von MotoGP 20. Hier habt ihr die Möglichkeit, euren eigenen Fahrer zu erstellen. Ihr könnt selbst entscheiden, in welcher der drei Rennklassen ihr starten möchtet. Das neben den verfügbaren Motorrädern auch Auswirkungen auf das Team, welches euch auf eurer Reise hin zum Rennstar begleitet. Neben dem Fahren betätigt ihr euch nämlich auch organisatorisch und stellt etwa Mechaniker, einen Manager und Ingenieure ein. Diese haben verschiedene Fachbereiche, in denen sie sich auskennen und tragen dementsprechend zur Entwicklung eures Teams bei. Startet ihr in der Moto 3, habt ihr schlechteres Personal zur Verfügung, bekommt weniger Gehalt und habt weniger Möglichkeiten, euer Gefährt zu verbessern.

Um ein Upgrade installieren zu können, muss man die Mitarbeiter einem Forschungszweig zuweisen. Dort sammeln sie jede Woche eine bestimmte Anzahl an Punkten, die dann wiederum genutzt werden können, um neue Teile anzufertigen. So kann man über den Verlauf der 52 virtuelle Wochen dauernden Saison nicht nur seine Fahrkünste verbessern, sondern auch sein Motorrad. Neben dem technischen Personal, welches für Forschung und Entwicklung zuständig ist, kümmert sich der Manager um Verträge mit anderen Teams. Mit guten Leistungen steigt die Chance, einen Vertrag von einem besseren Team oder sogar einem Team aus einer höheren Rennklasse zu bekommen.

Rennsimulation: MotoGP 20

Customization und Grafik

Bei einem Team angekommen, kann der Spieler selbst das Aussehen des Fahrers und die Lackierung des Motorrads bestimmen – das klappt natürlich auch außerhalb der Karriere. Helm und Startnummer, Sticker und der Name auf dem Anzug können frei verändert werden. Beim Motorrad warten neben der Lackierung auch die, Farbe, das Material und die abgebildeten Sponsoren auf unseren persönlichen Touch. Allgemein sehen Fahrer und Gefährte super aus und die Details kommen sehr gut zur Geltung. MotoGP 20 hängt der Rennsim-Konkurrenz aber hinterher, wenn man auf die Umgebungsdetails achtet, denn dort trifft man oft auf verwaschene Texturen. Auch auf den höchsten Grafikeinstellungen sehen einige Modelle und Texturen am PC schlecht aus und die Kantenglättung lässt zu wünschen übrig. Auch störend: Das Hinterrad unseres Motorrads sitzt nicht auf dem Asphalt, sondern fliegt ein paar Zentimeter darüber, was natürlich der Atmosphäre nicht allzu zuträglich ist.

Video-Trailer

Benzinschleuder

Die Upgrades, die man nach und nach für seine Motorräder freischaltet, sorgen zwar für ein angenehmes Progressionsgefühl. Sind die Auswirkungen der Verbesserungen auf der Rennstrecke übersichtlich. Mit mehreren Upgrades in den Bereichen Motor, Rahmen, Aerodynamik und Elektronik wurde unser Motorrad im Test zwar schneller, das Fahrgefühl änderte sich aber nicht dramatisch. Immerhin, eines der Upgrades hatte tatsächlich sehr große Auswirkungen, wenn auch anders, als erwartet. Nachdem wir in der Moto 3 alle Erweiterungen für den Rahmen erforscht und eingebaut hatten, waren wir beim Motor beim dritten Upgrade angekommen. Dieses führte dazu, dass unser Kraftstoffverbrauch immens anstieg. In einer einzigen Qualifikationsrunde verbrauchten wir eine Tankfüllung, die normalerweise für 16 Runden gereicht hätte. Wirklich gewollt oder sinnvoll wirkt diese "Verbesserung" nicht, vor allem, da die Upgrades aufeinander aufbauen. Um den Einsatz fortgeschrittener Fahrtechniken wie "Lift and Coast" und sehr, sehr vorausschauendes Fahren kommt man spätestens ab diesem Punkt also nicht mehr herum.

Racing Games: MotoGP 20

Reise in die Vergangenheit

Abseits der Karriere warten weitere Spielmodi auf euch. Im "Historischen Modus" könnt ihr in den Klassen 4-Takt-MotoGP und 500-Zweitakter Teams und Fahrer aus vergangenen Zeiten freispielen. Das tut ihr, indem ihr Punkte in Herausforderungen mit verschiedenen Schwierigkeitsstufen sammelt, etwa Rennen in festgelegten Klassen. Geschont wird hier niemand, denn die Challenges sind teilweise höllisch schwer; schon die leichteste Herausforderung muss auf dem Schwierigkeitsgrad "Fortgeschritten" absolviert werden. Selbst absolute Profis dürften hier jedoch eine ganze Weile dran sitzen, denn um alle 41 Fahrer und 36 Teams freizuschalten, braucht man Unmengen an Punkten und somit viel, viel Geduld. Dieses Fortschritts-Grinding soll wohl die Langzeitmotivation fördern, nagt aber stattdessen am Spielspaß, gerade in Kombination mit dem hohen Schwierigkeitsgrad.

Multiplayer

Den Multiplayer konnten wir leider noch nicht ausprobieren, da die Server zum Testzeitpunkt noch nicht online waren. Das Spiel bietet auf jeden Fall dedizierte Server, was einem flüssigen Rennverlauf zugutekommen sollte.

Preview von MotoGP 20

Fazit

Die Einstiegshürde ist hoch, aber genau das macht ja auch den Reiz aus. Als jemand, der allgemein mehr Interesse für den Autorennsport hat, werde ich zwar weiterhin bevorzugt zu den Formel-1-Versoftungen greifen, zumal sich die Spiele bezüglich des grundlegenden Aufbaus doch sehr stark ähneln und die F1-Reihe qualitativ in allen Belangen trotz aller Qualitäten von MotoGP 20 ein ganzes Stück vorne ist. Wer allerdings von Rennsimulationen nie genug bekommen kann oder einfach ein Fan der realen MotoGP-Vorlage ist, kann auch bei der aktuellen Auskopplung der Serie ohne schlechtes Gefühl zugreifen.

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Wer wird Millionär?

Doom Eternal im Test mit Video

Zusammenfassung: Da fliegen die Dämonenfetzen! id Software packt überall ein paar Schippen drauf und inszeniert rasend schnelle, fantastisch fließende Ballereien, in denen es heftig zur Sache geht. Kettensäge und Glory Kills gewinnen an Bedeutung, außerdem hat der Slayer ein paar neue Tricks auf Lager. Dazu will die Kampagne mit dichterer Story, mehr Umfang und schickeren Levels punkten. Ist das der beste Shooter des Jahres? Im Test zu Doom Eternal finden wir's raus.

Inhaltsverzeichnis

Das erwartet Fans von Doom

Wer dachte, mit dem letzten Doom von 2016 wäre bereits alles aus der Marke rausgeholt, hat Doom Eternal noch nicht erlebt: Vier Jahre nach ihrer letzten Höllen-Ballerei brennen die Shooter-Experten von id Software (Quake, Rage) ein so radikales Action-Feuerwerk ab, dass selbst der Vorgänger im Vergleich einpacken muss. Die Action ist härter und schneller als zuvor, das Leveldesign abwechslungsreicher, die Story dichter, das Design abgefahrener. Alteingesessene Doom-Fans werden vielleicht nicht jede Entscheidung beklatschen, doch am reinen Spielspaß ändert das wenig: Wer sich auf den brutalen Höllenritt einlässt, bekommt einen erstklassigen Shooter, der sich schon jetzt zu den besten des Jahres zählen darf.

PC Spiele Test: Doom Eternal

Zerstörer zwischen Himmel und Hölle

Schon mit dem letzten Serienteil hatte id Software erstaunlich viel Hintergrundgeschichte rund ums Doom-Universum gestrickt, darauf baut Doom Eternal (jetzt für 59,99 € kaufen) nun kräftig auf. Die Handlung knüpft eher lose an den Vorgänger an und bringt den legendären Doom Slayer zur Erde zurück, die bereits seit einigen Jahren von einer Dämoneninvasion verschlungen wird. Von hier aus startet eure Story-Kampagne, für die ihr – je nach Spielweise und Schwierigkeitsgrad – mindestens zehn, besser aber gleich zwanzig Stunden einplanen solltet.

Man merkt, dass id Software der Plot von Doom Eternal wichtig ist. Allerdings fällt der Einstieg selbst mit Vorkenntnissen reichlich verwirrend aus, denn die Autoren feuern gleich zu Beginn eine stattliche Menge an neuen Begriffen, Namen und Orten auf den Spieler ab. Was im Vorgänger oftmals nur am Rande erwähnt wurde, rückt diesmal in den Mittelpunkt: Die Geschichte dreht sich um die Herkunft des Slayers, um die gottgleiche Khan Mayker, um korrupte Höllenpriester und noch korruptere Himmelsdiener, um dämonische Energien, Verräter, Prophezeiungen und vieles, vieles mehr. Wer da durchblicken will, sollte sich nicht nur auf die Dialoge und Zwischensequenzen im Spiel verlassen, sondern vor allem die Dutzenden Codex-Einträge lesen, die ihr durch fleißiges Suchen freischaltet. Erst dann setzt sich der Plot rund um Himmel und Hölle halbwegs schlüssig zusammen. Wie schon im Vorgängerspiel handelt id Software hier offensichtlich aus Rücksicht auf diejenigen Fans, die lieber zackig Monster wegpusten wollen, anstatt einer Story zu folgen. Dumm nur, dass alle anderen deswegen zum Lesen verdammt werden – beim Storytelling bleibt also trotz spürbarer Fortschritte noch Luft nach oben.

Abwechslung in Doom?

Das geht! Bei den Schauplätzen legen die Entwickler kräftig nach: Diesmal seid ihr nicht nur auf dem Mars und in der Hölle unterwegs, sondern erkundet auch völlig neue Umgebungen wie eine verfallene Wächterstadt, eine futuristische Raumstation oder eine Kultistenbasis. Natürlich kehrt ihr auch mehrmals auf die zerstörte Erde zurück, wo ihr unter anderem in verwüsteten Bürogebäuden, U-Bahn-Tunneln, Hochhäusern oder Tiefgaragen auf Dämonenjagd geht. Ungewöhnlich für Doom: Es gibt eine kurze Ballersequenz auf einem fahrenden Zug, ein paar kurze Tauch-Abschnitte und sogar eine Passage, in der wir einen waffenstarrenden, fliegenden Revenant-Dämon kontrollieren! Alles in allem ist Doom Eternal damit spürbar abwechslungsreicher als der Vorgänger.

Der beste Stress seit Jahren

Das Grundprinzip ist aus Doom (2016) bekannt: Ihr erkundet die Levels auf linearen Wegen, stößt dazwischen immer wieder auf größere Arenen, in denen massenhaft Gegnerwellen spawnen, die ihr dann natürlich fachgerecht wegputzen müsst, um den nächsten Weg freizuschalten. Gerade in diesen Arenen läuft die Action von Doom Eternal wieder zu Hochform auf! Als waffenstarrender Doom Slayer wirbeln wir nur so durch die Gegnerwellen, springen, feuern, reißen und schlitzen, bis sich wieder ein fantastischer Flow ergibt, der sogar das Vorgängerspiel locker in den Schatten stellt. Damit das klappt, hat id Software an wichtigen Stellen nachgebessert.

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So fällt das Kampftempo grundsätzlich höher aus als früher. Der Doom Slayer muss per Doppelsprung und Doppel-Dash ständig in Bewegung bleiben und Angriffen ausweichen, was aber leichter gesagt ist als getan: Auch die Gegner sind diesmal deutlich flotter unterwegs, dadurch werdet ihr in allen Kämpfen mächtig unter Druck gesetzt! Deshalb spielen sich gerade die ersten Levels schon auf normaler Schwierigkeitsstufe unerwartet knackig, selbst Doom-Kenner müssen sich erst mal an das neue Tempo gewöhnen. Der hohe Anspruch pendelt sich zwar später ein, sobald man mehr Waffen und Upgrades freigeschaltet hat, doch unterm Strich bleibt Doom Eternal trotzdem deutlich schneller und fordernder als der letzte Teil.

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Neue Viecher, neue Tricks

Allerdings stehen euch auch völlig neue Wege offen, um die Dämonenbrut plattzumachen. Viele Gegner haben nun nämlich Schwachpunkte, die ihr taktisch nutzen könnt. Manchen Monstern feuert ihr beispielsweise einfach Granaten ins Maul, anderen schießt ihr kurzerhand die Bewaffnung vom Körper. Einige Feinde verfügen über besonders verwundbare Stellen, andere tragen dafür Energieschilde, die ihr mit der Plasmakanone beackern und so überladen müsst. Das alles bringt tatsächlich einen Hauch von Taktik ins Höllengemetzel, denn wer einfach nur draufhält und seine Munition verballert, macht sich das Leben unnötig schwer.

Neben den bekannten Biestern, die für Doom Eternal teilweise überarbeitet wurden, bekommt ihr es auch mit einem ganzen Schwung neuer, fantastisch animierter Ekelpakete zu tun. Zum Beispiel kehren die mordsgefährlichen Arch-viles, die flinken Arachnotron-Riesenspinnen und die fliegenden Pain Elementals aus Doom 2 zurück, sie peppen die Kämpfe mächtig auf. Auch ein paar ordentliche Bosskämpfe haben die Entwickler eingebaut, die sorgen zwar für etwas Nervenkitzel, bleiben aber kaum im Gedächtnis – hier wäre sicher mehr möglich gewesen. Eine besondere Erwähnung verdient dagegen der Marauder: Dieser neue Gegnertyp tritt als eine Art Slayer-Jäger auf und spawnt glücklichweise nur selten, geht uns dann aber mit einem undurchdringlichen Schild, starker Panzerung, einem bissigen Begleiter und blitzschnellen Attacken, denen sich kaum ausweichen lässt, mächtig auf den Zeiger – hier haben es die Entwickler für unseren Geschmack ein wenig übertrieben.

Bleibt gesund!

Zum Glück bleibt der Marauder aber die Ausnahme, denn die restlichen Änderungen, die id Software vorgenommen hat, bereichen das Spielgefühl enorm und sorgen für deutlich interessantere Gefechte als im Vorgänger. So gibt es nun weniger Lebens- und Rüstungspunkte in den Levels zu finden und auch die Munition ist knapper verteilt. Ihr müsst euch also im Kampf darum kümmern, dass euch die drei Ressourcen nicht ausgehen! Dazu stehen euch natürlich wieder die bekannten, absurd brutalen Glory-Kills zur Verfügung, mit denen ihr wie gewohnt Lebenspunkte von besiegten Feinden erhaltet. Glory Kills laden außerdem den brandneuen Blutschlag auf, ein besonders mächtiger Nahkampfangriff mit Flächenwirkung – unheimlich nützlich in Notfällen!

Um Rüstungspunkte zu gewinnen, dürft ihr Gegner nun mit einem kleinen Flammenwerfer in Brand setzen, dem sogenannten Flammenspeier, der einfach auf Knopfdruck aktiviert wird und dann eine Weile abkühlen muss. Die Feuerpuste macht zwar nicht viel Schaden, sorgt aber dafür, dass getroffene Gegner grüne Power-ups droppen, die eure Panzerung erneuern. Ein enorm wichtiges Werkzeug, das in unserem Test praktisch im Dauereinsatz war! Für frische Munition müsst ihr dagegen einfach ein paar Feinde mit der Kettensäge… besiegen, schon erhaltet ihr einen Haufen frischer Patronen für eure Knarren. Weil diese saubrutale Methode aber deutlich wichtiger ist als im letzten Doom, lässt sich die Säge nun blitzschnell mit einem Knopfdruck aktivieren und kommt auch wesentlich häufiger zum Einsatz. Klasse!

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Man kann es kaum genug betonen: Glory Kills, Flammenwerfer und Kettensäge sind kein schmückendes Beiwerk, sondern absolut entscheidend, um eine Chance gegen die Monsterhorden zu haben! Damit euch der Ressourcennachschub nicht ständig ausgeht, greifen die Entwickler außerdem zu einem simplen Trick: Sie lassen in vielen Arenen einfach kleinere, harmlose Zombies spawnen, damit ihr immer etwas zum Sägen, Kloppen oder Verbrennen habt und auch aussichtslose Situationen noch rumreißen könnt. Und solltet ihr doch mal ins Gras beißen, ist das auch kein Weltuntergang: In Doom Eternal verbraucht ihr beim Bildschirmtod nämlich erst mal ein Extraleben und dürft dann direkt an Ort und Stelle weiterkämpfen, ohne Unterbrechung. Erst wenn alle Leben verbraucht sind, werdet ihr an einen früheren Checkpoint zurückgesetzt und müsst den Kampf vor vorne beginnen. Das ist fair. Neue Extraleben sind zudem ausreichend in den Levels versteckt, haltet also die Augen offen!

Action wie im Rausch

Bei den Waffen setzen die Entwickler auf überwiegend vertrautes Gerät: Die alte Pistole aus dem Vorgänger (hat die eigentlich jemand benutzt?) wurde ersatzlos gestrichen, dafür gibt es ein Wiedersehen mit Plasmagewehr, Shotgun, Raketenwerfer und Minigun. Hier hätten wir uns mehr Fortschritt gewünscht. Zwar gibt es auch ein paar Neuzugänge wie beispielsweise ein cooles Energieschwert, das selbst Riesenviecher mit einem Schlag umsäbelt, doch das Meiste ist eben schon aus dem Vorgänger bekannt. Zum Glück machen die Waffen aber immer noch sauviel Spaß und fühlen sich gewohnt mächtig an. Hinzu kommt, dass die Gegner nun sichtbare Wunden davontragen, die den Waffen zusätzliche Wucht verleihen. Bei einem Schrotflintentreffer fetzt es einem Hell Knight beispielsweise buchstäblich das Fleisch von den Knochen, Mancubus-Dämonen reißt es dagegen die Gesichtshaut runter. Das USK-18-Siegel darf sich id Software diesmal wirklich einrahmen.

Neu und richtig cool: Die Super Shotgun verschießt nun als Sekundärfeuer einen coolen Kettenhaken, mit dem man sich einfach an entfernte Gegner ranziehen kann – das sorgt für noch mehr Tempo und Beweglichkeit in den Kämpfen, gerade in den offeneren Arenen ist das ein echter Vorteil und macht einfach Laune!

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Stärker durch Upgrades

Wie im Vorgänger habt ihr auch wieder die Möglichkeit, eure Waffen mit Upgradepunkten aufzuwerten, die ihr durch geschaffte Arenen und geheime Zusatzbegegnungen verdient. Mit diesen Punkten schaltet ihr für die meisten Knarren wieder zwei Schussmodi frei, die euch im Kampf deutlich flexibler machen. Zum Beispiel kann euer Maschinengewehr dann wieder Mini-Raketen verschießen oder zum Scharfschützengewehr umfunktioniert werden, mit dem ihr einem Revenant auch auf hohe Entfernung lässig die Bewaffnung von den Schultern feuert. Dadurch bleiben alle Waffen bis zum Spielende relevant und nützlich.

Hinzu gesellen sich eine ganze Reihe von Upgrade-Systemen, mit denen ihr euren Doom Slayer nach und nach zur alles vernichtenden Kampfmaschine hochzüchtet. Beispielsweise schaltet ihr durch fleißiges Erkunden verschiedene Runen frei, die ihr für passive Boni in drei Slots einsetzen könnt. Außerdem findet ihr seltene Wächterkristalle, mit denen ihr eure Basiswerte (Rüstung, Leben, Munition) verbessert und weitere passive Vorteile aktiviert. Dazu gibt's Upgrades für euren Anzug, mit denen ihr beispielsweise den eingebauten Granatwerfer, euer Bewegungstempo oder eure Übersichtskarte verbessert. Das alles ist für sich genommen ziemlich unspektakulär, in der Summe gehen die kleinen Upgrades aber völlig in Ordnung und bereichern das Spielerlebnis, ohne es unnötig aufzublasen.

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Super Mario Slayer

Von der Story über die Kämpfe bis hin zu den Schauplätzen merkt man Doom Eternal den Fortschritt an. Doch id Software hat auch anderer Stelle kräftig nachgelegt, die vielleicht nicht jedem Shooter-Fan gefallen dürfte, nämlich bei den Geschicklichkeitseinlagen. Schon im Vorgänger musste man häufig springen und sich an Kanten raufziehen – das funktionierte prima, bekommt in Doom Eternal aber nochmal völlig neue Dimensionen. Diesmal kann der Slayer nämlich an Stangen entlangschwingen und sich an bestimmten Oberflächen festkrallen! Zusammen mit dem bewährten Doppelsprung und dem Doppel-Dash kann der Slayer so auch weite Distanzen überwinden, was die Leveldesigner für einige abgefahrene Geschicklichkeitseinlagen nutzen. Die fallen zwar nie übermäßig schwer aus und spielen sich dank der exzellenten Steuerung sogar richtig gut, ziehen sich aber durch das gesamte Spiel. Wer in Shootern partout keinen Bock auf Sprungeinlagen hat und eher ein klassisches Doom-Erlebnis erwartet, wird sich hier umgewöhnen müssen.

Immerhin: Die Entwickler nutzen die neue Bewegungsfreiheit ausgiebig, um diesmal deutlich kreativere Levels zu bauen. Dort sind nun auch mehr Secrets versteckt, für die es sich lohnt, auch mal vom Weg abzukommen und um die Ecke zu denken. Es locken spielrelevante Goodies wie Extraleben, Cheats oder Upgrade-Punkte, aber auch viel Bonuskram wie Sammelpuppen oder freischaltbare Musikstücke, die sich nicht aufs Gameplay auswirken.

Die Verstecksuche ist völlig freiwillig, bietet aber eine prima Möglichkeit, um zwischen den intensiven Kämpfen einfach mal kurz durchzuatmen. Diesmal ist es auch kein Problem, wenn man mal etwas übersieht, denn am Ende jedes Levels wird nun ein Schnellreisesystem freigeschaltet – dadurch könnt ihr einfach in frühere Bereiche zurückspringen und verpasste Geheimnisse nachholen.

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Trautes Heim, Stress muss sein

Wer die Levels sorgfältig absucht, stößt auch unerweigerlich auf sechs versperrte Slayer Tore, für die ihr zunächst passende Schlüssel in der Nähe auftreiben müsst. Hinter den Toren warten besonders knifflige Arenen, in denen es richtig zur Sache geht, da müsst ihr euch durch Unmengen von Feinden mähen und irgendwie am Leben bleiben. Stress pur, im positiven Sinn! Am Ende der Arena erhaltet ihr dann einen von sechs Himmelsschlüsseln als Belohnung.

Diese Schlüssel kommen auf der neuen Fortress of Doom zum Einsatz. So heißt eure schwebende Festung, in die ihr mehrmals zurückkehrt und in der ihr euch dann frei umsehen könnt. Dort lässt sich auch jede Menge Zeug freischalten, zum Beispiel könnt ihr mit gesammelten Wächterbatterien versperrte Türen öffnen und dahinter liegende Upgrades aktivieren. Außerdem gibt es einen verschlossenen Behälter, in dem sich eine optionale Superwaffe befindet, eine Alternative zur BFG-Monsterwumme – hier werden nach und nach die sechs Himmelsschlüssel eingesetzt. Doom-Kenner dürften sich außerdem über die vielen Easter Eggs freuen, die es in der Festung zu entdecken gibt – schaut euch einfach mal das Bücherregal und den "Schreibtisch" des Doom Slayers genauer an!

Durchgespielt – und jetzt?

Obwohl Doom Eternal letztendlich ein linearer Shooter bleibt, könnt ihr nach dem Durchspielen noch etwas Spielzeit rauskitzeln, zum Beispiel indem ihr euch an den Master Levels versucht, das sind besonders knifflige Varianten bekannter Kampagnenmissionen. Für Profis lockt neben mehreren Schwierigkeitsgraden (lassen sich jederzeit umstellen) außerdem noch eine Permadeath-Option.

Doom Eternal konzentriert sich zwar stark auf seine Einzelspielerkampagne, hat aber auch einen Mehrspielermodus an Bord, in dem der Slayer gegen zwei von Spielern gesteuerte Elite-Dämonen antritt. Der asymetrische Modus macht einen netten Eindruck, allerdings konnten wir ihn bei Redaktionsschluss noch nicht unter Live-Bedingungen testen. Das holen wir in Kürze nach!

Tolle Technik, Hammer Sound

Mit Doom Eternal bringt id Software erstmals die brandneue id Tech 7 zum Einsatz. Die Engine glänzt auf allen Konsolen mit hohen Frameraten, kurzen Ladezeiten, schicken Levels und fantastisch animierten Gegnern. Ein paar optisch eher langweilige Gänge und graue Innenräume fallen da kaum ins Gewicht. Auf PS4 Pro wird auf Wunsch von 1440p auf 4K-Auflösung hochskaliert, die Xbox One X rechnet von 1800p hoch. Doch egal auf welcher Plattform und in welcher Auflösung ihr spielt, Doom Eternal sieht jederzeit gut aus und spielt sich auch mit dem Gamepad sehr flüssig und präzise.

Auch auf dem PC zeigt Doom Eternal eine ausgezeichnete Performance. Dank umfangreicher Grafikoptionen lässt sich die PC-Version außerdem auch auf betagteren Rechnern flüssig spielen, notfalls auch bei reduzierten Details, was es unserer Ansicht nach aber Wert ist – in 60 FPS spielt sich Doom einfach am besten! Auch die sehr kurzen Ladezeiten fielen uns hier positiv auf und störende Bugs haben wir im Test überhaupt nicht bemerkt.

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Anno-1800 – Die Passage im Test

Zusammenfassung: Na also, geht doch! Die Passage ist das geworden, was sich Anno-1800-Spieler gewünscht haben. Wir verraten im PC Spiele Test, warum dieser DLC vieles liefert, was wir in Gesunkene Schätze und Botanika noch vermisst haben.

Inhaltsverzeichnis

Eine Expedition zur Expedition

Die Arktis ist nicht gerade dafür bekannt, ein besonders einladender Ort zu sein. Was verschlägt uns in dem DLC also in dieses lebensfeindliche Gebiet? Die Passage bedient sich bei seiner Prämisse an einem historischen Vorbild. Wir haben die Aufgabe, die verschollene Franklin Expedition ausfindig zu machen.

Diese Gruppe aus Männern unter der Führung des berühmten Polarforschers Sir John Franklin ist in Anno 1800 – Die Passage vor einem Jahr in der Arktis verschwunden und nun bittet uns seine hinterbliebene Gattin um Hilfe. Es wird nicht lange gezögert. Wir beladen eine Expeditionsschiff mit ausreichend Vorräten, stellen sicher, dass in der Alten Welt alles seinen geregelten Gang geht, klemmen uns noch schnell den exzentrischen Erfinder Nate unter den Arm und schon geht es nordwärts.

Lesetipp: In diesem Artikel testen wir Anno 1800.

PC Spiele im Test

Auch wenn das alles sehr spannend klingt, sollte man von der neuen Story nicht allzu viel erwarten. Die Hauptmissionen sehen in der Regel vor, unseren Stützpunkt in der Arktis solange auszubauen, bis wir einen Luftschiffhangar besitzen und unser erstes fliegendes Frachtschiff erschaffen haben.

Danach begeben wir uns auf eine Suche in den hohen Norden der neuen Karte. Das macht die Story eher zweckmäßig, allerdings bieten die wenigen richtigen Missionen ein paar schöne Ideen. Schon während der Expeditionsreise müssen wir uns etwa für eine Route entscheiden. Später finden wir Tagebuchseiten, die uns über den Verlauf der Franklin-Expedition aufklären und Hinweise geben, wo wir nach ihnen suchen sollen. Eine willkommene Abwechslung zu den Wimmelbildern und Warentransporten des Hauptspiels.

Eine beeindruckende Atmosphäre

Der Autor dieser Zeilen verachtet Schnee normalerweise aus tiefstem Herzen. Er ist kalt, man bleibt entweder darin stecken oder rutscht aus und ständig dringt er durch die kleinste Ritze in die Kleidung. Schnee ist nur dann schön, wenn man drinnen eine warme Tasse Tee schlürfen kann und aus dem Fenster schaut. Die Passage vereint auf wundervolle Weise beide dieser Eigenarten der weißen Decke, die sich natürlich in der Arktis über allen Inseln ausbreitet.

Beim Spielen wird eine Sache nämlich sehr, sehr deutlich: Die Arktis zu besiedeln ist verdammt anstrengend. Wir reden hier nicht von den paradiesischen Inseln der neuen Welt. Es ist bitterkalt und wenn unsere fröstelnden Entdecker sich über mangelnde Wärme beklagen, dann glauben wir ihnen. Uns friert es ja schon, wenn wir uns nur ihre bescheidenen Zelte inmitten der Schneemassen ansehen. Zudem ist die Arktis tödlich. Wer nicht ausreichend für Wärme sorgt, hat schnell eine Geisterstadt vor sich.

PC Games testen - Anno 1800 Die Passage

Auch erfahrene Anno-Spieler werden an diesen Herausforderungen zu knabbern haben. Die lebenswichtigen Heizöfen verschlingen Unmengen an Kohle und oft gibt es nicht genug Platz, um auf der Insel ausreichend Köhlereien zu errichten. Das zwingt uns dazu, entweder noch mehr Inseln in der Arktis zu besiedeln (die natürlich dasselbe Problem haben) oder Kohle aus bereits besiedelten Regionen zu importieren. Das führt unter Umständen soweit, dass wir neue Kohleminen erschließen oder effizientere Handelsrouten planen müssen, mit denen die Versorgung der Alten Welt und der Arktis gewährleistet wird.

Doch Die Passage betont auch die schönen Seiten des Winters, wenn uns irgendwann bewusst wird, dass wir ja in unserer heimeligen und gut beheizten Wohnung vor dem PC sitzen. Dann können wir uns nämlich an einem wahren Winterwunderland ergötzen, dass die Entwickler erschaffen haben.

Wie schon das Hauptspiel strotzt die Arktis vor Detailliebe. Die gewaltigen Eisklippen glänzen in der Mittagssonne, Schneewehen fegen über offene Flächen, Robben rutschen vergnügt über einen Gletscher und bei Nacht leuchtet unser Lager zwischen weißen Bergriesen und Tannenbäumen. Gemeinsamen mit der eher getragenen Musik verströmt das Ganze eine deutlich melancholischere Atmosphäre als die bekannten Regionen und macht allein die Arktis schon zu etwas Besonderem.

Eine geballte Ladung voller Endgame-Inhalt

Dass die Arktis so fordernd ist, ist natürlich ihrem Endgame-Anspruch geschuldet. Hier sollte sich niemand herwagen, der nicht schon viele Stunden in Anno 1800 verbracht hat. Tatsächlich wird die Arktis erst ab der Ingenieurs-Bevölkerungsstufe spielbar, doch selbst das könnte für manche Inselreiche noch zu früh sein.

Inhaltlich kann die Arktis mit der Neuen Welt verglichen werden. Ihr lastet euch auf einen Schlag also viele neue Inseln, zwei neue Bevölkerungsstufen, neue Ressourcen und damit auch neue Produktionsketten auf. Allerdings bietet die Arktis anfangs noch sehr wenig im Gegenzug. Anfänglich lassen sich mit den wenigen Entdeckern etwa die unbedingt notwendigen Heizkörper kaum refinanzieren und ihr müsst schnell Waren wie Messing importieren um aufzusteigen. Das kostet Geld und Ressourcen.

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Erst mit dem Erreichen der zweiten Arktis-Bevölkerungsstufe »Techniker« wird das Eisreich auch für eure anderen Regionen nützlich. Allerdings nur, indem bereits bekannte Bedürfnisse schneller erfüllt werden können. Die Arktis bieten etwa ertragreichere Goldminen und bessere Jagdhütten, die beide Ressourcen in größeren Mengen liefern. Erst das neue Gas bietet eine Ressource, die ihr überall gebrauchen könnt, aber nur in der Arktis abbaut. Bis dahin dürften die Meisten aber gut und gerne zehn Stunden beschäftigt sein.

Gegen Ende der Hauptquest finden dann auch nach und nach die KI-Gegner ihren Weg in die Arktis und machen euch die Insel streitig. Sollte das zu einem Krieg führen, wird es kritisch, denn ihr könnt in der Arktis nur kleine Kanonentürme bauen und solltet deshalb auch eure Flotte zur Verteidigung entsenden.

Das klingt jetzt alles sehr anstrengend. Aber genau das ist ja das Tolle an Die Passage! Es gibt endlich wieder was zu tun. Wir dürfen planen, abwägen und müssen gleichzeitig unsere alten Gebiete weiterentwickeln. Später widmen wir uns mit dem Bau des Luftschiffhangars sogar einem zweiten Monumentalprojekt, das sehr viel Aufmerksamkeit fordert – auch wenn die Fertigstellung deutlich weniger Zeit und Ressourcen kostet als bei der Weltausstellung.

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Mehr als nur heiße Luft

Wenn ihr euch durch Die Passage spielt, werdet ihr im Eis irgendwann auf Gasvorkommen stoßen. Diese neue Ressource ist einzigartig und kann nur auf riesigen Eisklippen abgebaut werden. Damit ihr sie überhaupt erreichen könnt, braucht ihr einen Luftschiffhangar und müsst euer erstes Luftschiff bauen. Denn nur die fliegenden Frachter können Waren auf die komplett kahlen Tafelberge transportieren.

Die Eisklippen zu besiedeln, ist dann nochmal eine Herausforderung für sich. Wir reden hier von Inseln, auf denen es absolut nichts gibt. Und um das Gas abzubauen, braucht ihr schon ein paar Hundert Techniker. Ihr müsst also eine ganz neue Stadt aufziehen und die Entdecker solange versorgen, bis sie aufsteigen können. Dafür habt ihr am Anfang nur ein Luftschiff zur Verfügung, denn für weitere braucht ihr ja das Gas. Ein gewaltiges Vorhaben, das sowohl durch seine Komplexität als auch mit zwei mächtigen Belohnungen reizt.

Die Luftschiffe sind sehr schnell und können nicht abgeschossen werden. Zwar wirkt sich der Wind stärker auf sie aus und sie haben weniger Platz als ein Frachter, doch der Nutzen übersteigt diese Nachteile. Wer einmal genug Gas abbaut, um mehrere dieser Wunderwerke zu besitzen, kann damit jede seiner Routen enorm beschleunigen.

Die Passage - Anno 1800 im Test

Neben den Luftschiffen hat das Gas noch einen weiteren Vorteil. Ihr könnt auf einer Insel mit Investoren ein Gas-Kraftwerk bauen. Dadurch spart ihr euch das fummeligen Verlegen von Schienen, denn das Kraftwerk funktioniert ohne Öl. Ihr müsst lediglich das Gas fördern und in die Alte Welt bringen. Das Kraftwerk ist also eine enorme logistische Hilfe, wenn ihr eure Insel noch weiter optimieren wollt.

Wenn ihr eure Session allerdings schon so weit ausgebaut habt, dass ihr im Prinzip alle Bedürfnisse erfüllt und euch vor niemanden mehr fürchten müsst, sind Kraftwerk und Luftschiffe nur nettes Beiwerk. Es lohnt sich daher mehr, den Arktis-DLC in einer Partie zu starten, in der ihr euch noch verbessern könnt.

Lohnt sich jetzt der Season Pass?

Die Passage erfüllt eine Aufgabe, der Gesunkene Schätze und Botanika nicht ganz gewachsen waren. Anno 1800 wird durch den DLC ein noch besseres Spiel. Eine rundere Erfahrung, dank der wir wirklich mehr Zeit in dem Spiel verbringen wollen. Damit rechtfertigt Die Passage seinen Preis im Einzelkauf vollauf. Wenn ihr euch Die Passage also für 15 Euro zulegen wollt, macht ihr damit nichts falsch.

Schwieriger ist es da mit der Frage nach dem Season-Pass. Allerdings ist dieser mit knapp 25 Euro gar nicht so viel teurer als wenn ihre euch die Passage allein zulegt. Für etwa 10 Euro mehr bekommt ihr hier also die riesige Kontinentalinsel aus Gesunkene Schätze und den Botanischen Garten aus Botanika, was zu dem Preis zumindest eine nette Dreingabe ist. Immerhin waren beide DLCs zwar nicht wirklich herausragend, aber auch keine Vollkatastrophen. Zusammen mit Die Passage wird aus dem Season Pass ein hervorragendes Inhaltsupdate, zu einem ohnehin schon erstklassigen Aufbauspiel.

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Fazit

Obwohl Die Passage perfekt zur kalten Jahreszeit passiert, hätte ich mir den DLC viel, viel früher gewünscht. Denn dann hätte ich mir überhaupt keine Sorgen um die Zukunft von Anno 1800 machen müssen. Hier haben wir ja endlich all das, was bei den anderen Erweiterungen noch bemängelt wurde. Die Passage macht das Hauptspiel besser, weil es sinnvoll erweitert wird. Manch einer wird wahrscheinlich trotzdem große Gameplay-Neuheiten wie bei früheren Addons vermissen. Doch ich hatte in der Arktis eine glorreiche Zeit. Zumindest eine weitaus bessere als meine bibbernden Entdecker.

Hier haben wir einen DLC, der spielerisch zwar nicht das Anno-Rad neu erfindet, aber dafür mit mehr Komplexität am Laufen hält. In der Arktis gibt es jede Menge zu tun, von der Versorgung unserer ersten Inseln bis hin zum Besiedeln der kargen Eisklippen. Und das Ganze fügt sich dann auch noch wunderbar ins bestehende Spiel ein. Mein persönliches Highlight von Die Passage ist aber die Atmosphäre. Man merkt, wie viel Recherche in die Gestaltung der Arktis geflossen ist. Wie viele neue kleine Details unseren Lagern Leben einhauchen. Besonders die melancholische Grundstimmung macht die Arktis für mich zur liebsten Region, in der ich mich inzwischen lieber aufhalte als in meinen vor dekadenten Investoren strotzenden Großstädten. Hier geht alles etwas ruhiger vonstatten. Alles wirkt so bedrückend, und doch irgendwie schön. Wer Anno 1800 schon großartig fand (Amazon´s Sonderausgabe Anno 1800 hier bestellen), sollte auf jeden Fall einen Blick in die Arktis riskieren.

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